Knight and Day ist ein typischer Sommerblockbuster geworden. Viel Tempo und Klamauk und eine «durchlöcherte» Story. Wem’s gefällt!
Für die Musik konnte John Powell gewonnen werden. Dass die Wahl auf Powell fiel, überrascht angesichts seiner bisherigen Arbeiten für die Bourne-Trilogie und Mr. and Mrs. Smith (u.a.) wenig. Die Ingredienzien für Knight and Day überschneiden sich mit früheren Projekten Powells teils sehr stark und entsprechend klingt denn auch das Resultat: Knight and Day ist eine süffisante Filmmusik geworden, welche jedoch kaum originelle Momente bieten kann. Irgendwie war das zu erwarten…
Schon das Eröffnungsstück lässt sofort Erinnerungen an die Filmmusik zu Mr. and Mrs. Smith wach werden, auch wenn hier die sexy Tango-Rhythmen etwas mehr von Suspenseelementen abgelöst werden (wohl plottechnisch erklärbar). Im zweiten Stück erklingt dann Hancock-Material und so zieht sich das hin… Powell zeigt sich hier von einer Seite, mit welcher er zwar bekannt wurde und in vielen Kreisen sehr geschätzt, aber eben halt auch inzwischen sehr vertraut ist. Doch wenn er in Stücken wie „Trouble on I-93“, „Rooftops“ und „Bull Run“ ausholt oder das locker-lässige „Hostage“ erklingen lässt, ist der Spassfaktor (immer noch) hoch.
Mit knapp 55 Minuten ist das Album, für den gebotenen Musikstil, etwas zu lang geraten und Stücke wie „Running from Roy“ oder auch „To the Island of Love“ führen (streckenweise) nirgends hin. Das Thema, welches am Ende von „Trouble on I-93“ erklingt, vermag sich im Score leider nicht wirklich als Leitidee durchzusetzen, erhält in „Reunion“ jedoch eine schöne, stark an „Airport“ aus Alan Silvestris’ The Mexican erinnernde, Präsentation.
Fazit: Knight and Day ist ein routinierter John Powell Action-RomCom-Score geworden. Keine Enttäuschung und keine Überraschung.
KNIGHT AND DAY John Powell Varèse Sarabande VSD (CVS) 7034.2 54:45 Min. / 17 Tracks
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