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DVD Rezensionen

THE DARK KNIGHT RISES

R: Christopher Nolan

D: Christian Bale, Gary Oldman, Tom Hardy u.a.

R: Hans Zimmer

Verleih: Warner Home

 

 

Jahre nach den Ereignissen, die zum Tode von Rachel geführt haben, hat sich Bruce Wayne – und mit ihm Batman - auf sein Gut zurückgezogen. Commisoner Gordon und die Polizeikräfte scheinen Gotham City im Griff zu haben, die Lex Dent zeigt ihre Wirkung. Erst das Auftauchen von Superbösewicht Bane zwingt Wayne wieder dazu, in das Fledermauskostüm zu steigen. Doch Bane ist ihm nicht nur körperlich ein ebenbürtiger Gegner, auch mental fordert er Batman bis zum Äussersten.


Der dritte Batman Ausstoss von Christopher Nolan, der nach dem grandiosen
The Dark Knight mit ganz besonderer Spannung erwartet worden ist, kann nicht halten, was Teil 2 geschickt aufgebaut hat. Auch wenn das zugegebenermassen nicht ganz einfach war. Einerseits ist Bane ein eher blasser Gegenspieler, insbesondere im Vergleich mit Heath Ledgers Joker, andererseits kommt Teil 3 nicht an die spektakulär aufgebaute Dramaturgie, ganz besonders aber nicht an die Spannung von Teil 2 heran – und letzteres ist ein Hauptproblem von The Dark Knight Rises.

Von allen drei Nolan-Batman-Filmen ist Nummer drei der visuell aufwändigste als auch der längste. Beides bekommt
The Dark Knight Rises nicht so richtig gut. Visuell wirkt er teilweise fast erschlagend und die stattliche Länge von 165 Minuten sind des Guten einfach ein paar zuviel. Damit ist allerdings auch der Bogen zum Bösewicht Bane geschlagen, der trotz viel Vorgeschichte blass wie seine vernarbte Haut bleibt (wieso erinnerte mich das usbekische Kellerverliess, aber auch Bane selber an, erstens, den Thunderdome von Mad Max 3 und, zweitens, an den bad guy von Mad Max 2 – das liegt wohl an der kraftstrotzenden Äusserlichkeit beider Muskelmänner).

Vielleicht auch damit zusammenhängend, aber besonders auffallend, bleibt auch Christian Bale merkwürdig zurückhaltend. Gut, er hat es nicht nur mit
einem Superbösewicht zu tun, der ausserdem eine ganze Armee von (ebenfalls blassen) Kalaschnikowträgern mit sich schleift, sondern auch mit einem ermüdeten Butler Alfred, der diebischen Elster Catwoman (nekisch, die Katzenöhrchen ist eine „Brille“!), finanziellem Totalverlust und anderen „Unzulänglichkeiten“. Insgesamt bisschen viel auf einmal. Zum guten Glück erscheint Robin nicht als Robin, sondern ganz diskret als standhafter Cop. Nicht auszudenken, wenn plötzlich noch ein rotbekleideter Maskenmann mit grünem Cape hinter Batman hergeschwungen käme. Das hat Nolan top gelöst.

Fazit nach 165 Minuten: Zuerst kam
Batman Begins. Wow. Danach The Dark Knight. Doppel-Wow. Gefolgt von The Dark Knight Rises. So lala wow.

An und für sich hat Christopher Nolan bei der musikalischen Vertonung zwar daran gedacht, wieder auf sein bewährtes Zimmer/Howard-Teaming zurückzugreifen, doch scheinbar fühlte sich James Newton Howard mit der Vorstellung, dass Zimmer alleine für
Inception verantwortlich zeichnete, nicht mehr so ganz wohl bei einem neuen Teameffort. Somit also ein Sologang für Hans Zimmer. The Dark Knight Rises ist musikalisch vor allen Dingen laut. Mächtige Perkussionsschläge begleiten die Bösen bei ihrem Einfall nach Gotham City und wie schon zuvor werden sich auch an diesem Batman-Score die Geister scheiden zwischen graus und fantastisch. Ich muss gestehen, dass ich mich nicht in der Lage sehen würde, den einen vom anderen unterscheiden zu können, was wohl eher gegen als für die Musik spricht. Es sei mal so dahingestellt… So oder so, anders als die 52 Minuten CD zu The Dark Knight Rises deuten lässt, gibt es im Film wieder dickes wall-to-wall scoring.


DVD-mässig kann man eigentlich nicht mehr verlangen, auch wenn der absolute Batman-Fan sich wohl einiges an Zusatzinfos wünschen würde. Jedenfalls sind Bild und Ton allererste Güteklasse und bieten grandioses Heimkinofeeling. Mir lag hier übrigens die DVD vor, doch die blu-ray wird dem sicher nicht hintenan stehen.

 
Bewertungen

Film:

Musik im Film
1/2
Extras:
Technisch: 
 Bild:1/2
 Ton: 

 
phb
, 28.11.2012

 


 
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