Terminator: Salvation

Und wieder wird eine Franchise in Hollywood zu Tode gefahren. Das Schicksal ereilte auf tragische Art und Weise die Matrix-Saga, welche mit einem bombastischen ersten Teil aufwartete und nachher mit jeder Sequel-Minute an Zauber und Faszination verlor, als auch die Abenteuer um Capt. Jack Sparrow, welcher mit den Fortsetzungen der Pirates of the Caribbean-Geschichte zunehmend lächerlich und ad absurdum geführt wurde.
Nachdem Regisseur Jonathan Mostow schon mit Terminator 3: Rise of the Machines eine äusserst dürftige Fortsetzung zu James Camerons Terminator-Teilen lieferte, hakt nun Regisseur McG (!) nach und reitet mit Terminator: Salvation die Geschichte um den Widerstand gegen die Maschinen in genau diesem Punkt weiter in den Keller (optisch gibt es an Terminator 4 nichts auszusetzen!).

Auch in Sachen Filmmusik erlebte die Franchise um die T’s eine Achterbahnfahrt mit Tendenz „down hill“. Während die beiden Scores zu den Camoren-Filmen aus der Feder von Brad Fidel in seinen Fankreisen und den Terminator-Begeisterten sehr geschätzt wird, konnte Marco Beltrami mit seiner Schlachtplatt zu Terminator 3keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Für den vierten Teil konnte nun Danny Elfman gewonnen werden (kleines Detail am Rande: nachdem Beltrami Hellboy vertonte, folgte für Hellboy 2: The Golden Army Elfman; nun folgt Elfman nach Beltramis T3 auf T4… sollte es mal Knowing 2 geben (Knowing: The even worse Nummerics), dann dürfte evtl. auch da Elfman anpacken können).

Auch Elfman verabschiedet sich von Brad Fidels Musik gänzlich (im Film ist mal kurz das legendäre fünf-Ton-Motiv zu hören, auf der CD jedoch nicht). Keines der beiden lieb gewonnenen Titelstücke von Fidel wurde von Elfman reinterpretiert.
Mit Opening präsentiert Elfman das Titelthema. Ein heroisches Motiv, welches überwiegend auf Brass erklingt. Es ist stark und hat durchaus auch Ohrwurmcharakter, doch erschallt es leider in fast jedem der 14 Score-Tracks, was das Hörvergnügen dann wieder etwas strapaziert. Während der Score überwiegend laut und aggressiv ist (Reveal/The Escape, Hydrobot Attack u.a.), erklingen in Broadcast, Fireside und Farwell etwas ruhigere und melancholischere Töne, doch leider basieren auch diese auf dem Hauptthema, jedoch erklingen sie nicht auf wütendem Brass sondern werden durch emotionales Gitarrenspiel präsentiert.

Fazit: Nach knapp 45 Minuten hat Danny Elfmans Score ausgeklungen. Darüber dürfte man wohl nicht allzu traurig sein, ist die konstante Lautstärke halt doch etwas überbeanspruchend. Der Score hat durchaus seine Momente (die Tracks 1, 3, 5, 9 und 10 sind für mich die Highlights), doch ist er leider schon eher etwas enttäuschend gelungen. Für Fans des Films und der lauten Musik Elfmans à la Planet of the Apes.

Basil, 8.6.2009

 

TERMINATOR: SALVATION

Danny Elfman

Warner Music

50:27 Min. / 15 Tracks

 

 

 

 

 

Kommentar hinterlassen

Schreib einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*