Sunny et l’éléphant

Um es gleich vorweg zu nehmen: Mit Sunny et l’éléphant aus dem Jahr 2008 vermag Joe Hisiashi nicht zu überraschen und komponiert eine für ihn typische Filmmusik. Melodisch, doch ansonsten ideenarm und blutleer. Zwar erklingen mehrere nette Melodien, doch dümpelt der Score in bekannter „Weltmusik meets Minimalismus“ Manier dahin. Zuviel Leerlauf und spannungsarme Musik verderben den Spaß am Zuhören.

2008 war für Joe Hisaishi ein erfolgreiches Jahr. Neben einer Vielzahl an durchaus hörenswerter Musik (Ponyo on the Cliff, Okuribito, Turandot, Watashi wa Kai ni Naritai) veröffentlichte er den fünften Teil seiner Piano Stories (Best 88-08) und bereitete eine weitere Konzert DVD vor.

Die Filmmusik zum französischen Kinderfilm Sunny et l’éléphantbildete einen eher „bescheidenen“ Jahresabschluss. Für die in Indien angesiedelte Geschichte greift Hisaishi den Lokalkolorit in seinem Eröffnungstrack auf und so überrascht es kaum, dass neben Sitar auch die obligatorischen Tablas erklingen. Eine Fusion aus Pianoklängen, leichtem Orchesterklang mit rhythmischem Grundgerüst. Nach nur 3 Minuten hat man bereits das Highlight der Filmmusik gehört. Auch die wenigen Momente – wie z.B Track 3 und 11 – in denen Hisaishi mit rhythmischer Dynamik Abwechslung in die Filmmusik bringen möchte scheitern. Zu sehr dominiert der melodische Wohlklang.

Die Musik zu Sunny et l’éléphant erreicht leider nur TV Mittelmaß. Der Orchesterklang klingt synthetisch und die Aneinanderreihung diverser melodischer Themen erwecken eher den Eindruck einer Konzept CD.

Bernd, 25.11.2009

 

SUNNY ET L'ÉLÉPHANT

Joe Hisaishi

Cristal Records CR 141

50:49 Min. / 25 Tracks

 

 

 

 

 

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