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DVD Rezensionen

JUPITER ASCENDING

R: The Wachowskis

D: Mila Kunis, Channing Tatum, Eddie Redmayne u.a.

Musik: Michael Giacchino

Verleih: Warner Home


Die Wachowskis haben uns mit The Matrix Freude gemacht und mit den Fortsetzungen kräftig geärgert. Jetzt fand beinahe die versammelte Kritikergilde an Jupiter Ascending ihr gefundenes Fressen, die positiven Reaktionen waren an einer Hand abzuzählen, aber auch das Publikum war ob des neuen Films der Cloud Atlas Mitmacher (im Team mit Tom Tykwer) nur teilweise entzückt, in den USA geriet er gar zum veritablen Flop. Doch sieht man von der ein oder anderen erzählerischen uns besetzungstechnischen Schwäche ab, ist Jupiter Ascending ein ganz vergnügliches Erlebnis, wie es sich für ein Science Fiction Abenteuer gehört freilich mit vielen, vielen Spezialeffekten (die Raumschiffe und computergenerierten Bauten sind hier im Besonderen zu erwähnen) während andere Spielereien wie Caines Flugstiefel eher schauderhafte Erinnerungen an die Highlander Fortsetzung Teil 3 gemahnen – scheinbar gefiel die Idee den Regisseuren aber so gut, dass sie fortan ständig ausgekostet wird. Na ja.

Aber bleiben wir dabei, die Effekte sind toll. Was uns zu denen bringt, die durch die formidablen Welten schreiten, die Schauspieler. Channing Tatum, der gerade als Tanzhansel durch die Kinos tobt (
Magic Mike) gibt den kämpferischen Ex-Soldaten Caine, eine Mischung irgendwo zwischen Wolverine und anderen lupus Abkömmlingen. Mässig originell. Ausser starken Oberarmen muss Tatum hier allerdings wenig zeigen. Mila Kunis, einst Nebendarstellerin im starken Black Swan, als osteuropäische Putze in Chicago mit gewaltig universell blaublütigem Hintergrund – von dem sie allerdings nichts weiss – kommt eindeutig besser weg. Hingegen ist Eddie Redmayne als Oberbösewicht mit heisserer Stimme (wem ist das bloss eingefallen?) das Ärgernis des Films. Hat er uns eben erst in Theroy of Everything gefallen, so ist er hier die grosse Fehlbesetzung.

Wachowski-Matrix-Atmosphäre ist durch und durch vorhanden, das fängt mit dem Ernteleitmotiv an, zieht sich durch die Besatzung der Ägis und hört mit den überweltlichen Rettervorstellungen auf. Wie hat ein guter Freund kürzlich gesagt?
Jupiter Ascending ist irgendwie ein Science Fiction für die weibliche Bevölkerungsschicht. Das hat, dafür sorgt nicht zuletzt Frauenschwarm Tatum, durchaus etwas, wahrscheinlich darf hier auch das Prinzessinendasein geträumt und coole Outfits bewundert werden, wer weiss, wer weiss.


Auch nach dem Film bleibe ich von Michael Giacchinos Musik begeistert (zur Rezension), sie ist ein ganz grosses Plus für diesen Film, der mit wuchtigen Bildern und dem heroischen Kampf zwischen Gut und Böse an einen modernen Ritterfilm erinnernd Giacchino ein ideales Tummelfeld bietet. Der Score kann sich auch neben einer ganzen Menge Toneffekten durchsetzen, das ist bei einem Blockbusterfilm dieser Kategorie durchaus nicht immer gegeben, wie wir allzu oft erleben mussten.

 
Bewertungen
Film:

1/2 

Musik im Film:

Extras:

 
phb
, 12.7.2015

 


 
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