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STAR WARS-Fakten-Orakel
von Manfred Schreiber


Zweitausendundfünfzehn. Episode VII: The Force Awakens, inszeniert vom Wandler zwischen den Welten, J.J. Abrams (aller spätestens seit Into Madness, pardon: Into Darkness, eine kluge Wahl – bewies Abrams hier interessante Twists, Zeit-und-Raum-kompatible Situationskomik, Figuren-Liebe und große Bilder. Als 2012 die Lucasfilm-Rechte für symbolisch umgerechnet 1 Deutsche Mark plus einer Kiste Killersticks an Disney verkauft waren, gerieten George Lucas’ Story-Notizen, die er wohlmeinend beigelegt hatte, irgendwie in den Papierschredder. Kein geringerer als Woody Allen sollte dann, auf Geheiß der Maus, das neue Drebuch der Familien-Saga um die Skywalkers entwickeln – doch Allen lehnte ab, zugunsten vom Untitled-Geheimprojekt Transformers XXV.

Spoiler-Festival zu Ehren Episode VII: The Force Awakens – kroch Boba Fett aus dem Schlund des Sarlaccs wieder raus? Am Skript arbeitete, laut verlässlicher Quelle der Techniker Krankenkasse, auch Lawrence Kasdan – was neue Hoffnung birgt, schrieb er u.a. die Drehbücher für Episode V: The Empire Strikes Back und Continental Divide (mit Schnee, Droiden und Rodeln kennt der sich aus). Größtenteils vielversprechendes Trailer-Material, das offizielle Kinoplakat ohne Luke Skywalker, nervige Foren-Kommentar-Duelle – all das und mehr im Netz und durchs Treppenhaus. Erträglich, da man weiß: es geht weiter, STAR WARS kommt wieder! Und John Williams sorgt für den “Rest”.


Die Originalbarke aus RTJ oder doch nur eine milde Inspiration?


1983 kam Episode VI: Return of the Jedi auf die Leinwand, Richard Marquand führte Regie. Das Finale geriet zum Happening, der Imperator war fulminant besiegt. Drehort Nordfriesland: Executive Producer George Lucas liebte es – die abgeschottete Produktion entstand unter dem Fake-Titel Blue Harvest, was besonders lokale Landwirte erfreute. Amrumer Dünen doubelten einst das Sandmeer für alle Szenen auf Tatooine. Eine ausgemusterte Autofähre, flugtauglich umgerüstet, gleitete im Film als Jabba’s Sandbarke über reichlich Kniepsand hinweg.

Föhr war ebenfalls Episode VI-Location, überall tollten Ewok-Kostüme umher: In der Wyker Strandstrasse wurde die monumentale Antennenschüssel des Todesstern-Schutzschildgenerators gesprengt – heute noch erinnert dort ein abgespeckter Nachbau an den Filmdreh. Übrigens war der Schwarzwald auch als Schauplatz Endor im Gespräch, doch Wyks viel dichtere Vegetation erhielt letztlich grünes Lucasfilm-Licht. Auf Endor selbst gab es, dem Naturschutz geschuldet, keine Drehgenehmigung.




To ewok or not to ewok?

Eine interessante Anknüpfung gilt es 2015 mit Episode VII: The Force Awakens zu markieren, da kaum ein Fan zweiunddreissig Jahre zuvor Zeit damit verbrachte zu rätseln, ob oder wie es nach ROTJ weiter gehen würde – Punkt, Laserschwerter aus, Feierabend für die ganze Galaxis!
Zugegeben, Prinzessin Leia und Han Solo, ein hübsches Paar, mit Onkel Luke als Jedi-Meister für deren Nachkommen. Und Kriminelle gibt es immer.

Nachdem sich der Stamm der Ewoks durch Glücksspielwahn und Drogen für das 7. STAR WARS-Märchen selbst disqualifizierte, sickerte im Fall Episode VII: The Force Awakens auch ein generelles Hausverbot an Jar Jar Binks und dessen Verwandtschaft durch. Darth Vader’s Büronummer ist nicht erreichbar, natürlich nicht, nur seinem Chat-Partner Palpatine gewährte er Rückrufe. Hoffentlich überrascht C-3PO mit feinen Dialog-Perlen (es war nicht immer so), hoffentlich benimmt sich BB-8... Erwartungen lasten auch auf R2-D2: Verfügt unser modifizierter Astromech-Allrounder jetzt über einen Softeis-Zapfhahn?

Am 1. Oktober 2015 erklang über sämtliche Nachrichtenagenturen folgender Paukenschlag: Die Filmmusik zu The Force Awakens wird nicht irgendwo produziert.



LONDON / WYK AUF FÖHR Nach Stanfour feat. De Bagaluten wieder ein grandioser Föhrer Musikleckerbissen: Filmkomponistenlegende John Williams (83) und das London Symphony Orchestra sind zur Einspielung des Soundtracks Star Wars Episode VII The Force Awakens auf der Insel eingetroffen. Für ruhigere Stücke ist vorgesehen, die Recording-Session im Watt zu zelebrieren – das komplette LSO wurde mit Anglerhosen ausgestattet, der Dirigent erhielt Knicklichtstäbchen. Große Anspannung wird dem Piano-Solo von Chewbacca (238) entgegen gebracht. Alle wuchtigeren Tracks werden im Operetten-Flügel des Fun-Parks aufgenommen. Anschließend (Filmstart: 17. Dezember 2015) tourt Maestro Williams samt Orchester über die Bigband-Bühne der MS “Hauke Haien“.


 

 

ms, 28.09.2015

 
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