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DVD Rezensionen

 

EDGE OF TOMORROW

R: Doug Liman

D: Tom Cruise, Emily Blunt, Bill Paxton u.a.

Musik: Christophe Beck

Verleih: Warner (bluray)

 

 

Der umtriebige Major Cage steht stets vor der Kamera wenn es um die neuste Waffenentwicklung der erdumfassenden Armee im Kampf gegen die Invasoren aus dem Weltall geht, die fast die gesamte Erdkugel in Schutt und Asche gelegt haben. Als er vom Befehlshabenden der Koalition dazu verdonnert wird, an der alles entscheidenden Invasion über den Ärmelkanal teilzunehmen, will sich Cage davor drücken und wacht prompt, degradiert und benommen, im Invasionscamp kurz vor der grossen Schlacht auf. Unbeholfen watscht er in seiner Metallrüstung schliesslich durch den Sand der Normandie, entgeht mit mehr Glück als Verstand den ersten Schusswechseln und... „päng“, wacht wieder auf. Im Camp der Koalitionsarme am Vortag der Invasion.



Doug (
The Bourne Identity) Liman fiel die nicht einfache Aufgabe zu die Originalvorlage von Hiroshi Sakurazaka filmisch umzusetzen und zwar so, dass dem Zuschauer die déjà-vus des Protagonisten weniger verwirrend vorkommen als diesem selbst und man dennoch gespannt am Geschehen bleibt.

Trotz Topbesetzung mit Tom Cruise und Emily Blunt, die als gefeierte Kriegsamazone amtet, war das Kinogeschäft von
Edge of Tomorrow überraschend mau. Ob es an dem nicht ganz einfachen Storyablauf liegt oder die Science Fiction/Monster-Welle doch langsam abflacht, ist schwierig zu sagen. Sicher ist der Stoff kein simpel nachvollziehbarer und trotz vieler, vieler Actionszenen ist der Film mehr als reine Haudraufaction (seit Starship Troopers sind Erdlinge allerdings nicht mehr so vehement von Ausserirdischen verprügelt worden). Vielleicht liegt die mässige Publikumsreaktion am zu Filmbeginn gegen den Strich gebürsteten Tom Cruise Charakter, der anstatt als wackerer Held als duckmäuseriger PR-Offizier auftritt und in den ersten 45 Minuten alles tut um nicht an die Front zu müssen?

Davon aber abgesehen, der Film ist ein durchaus „feines“, lautes und markiges Science Fiction Erlebnis mit genügend Grundidee um den Hirnschmalz anzuregen. Auf grossem Bildschirm oder heimische Leinwand geworfen macht
Edge of Tomorrow nicht zuletzt visuell jedenfalls Spass – plus wer immer schon Emily Blunt mit Muskeln sehen wollte: here you go! Auf dem deutschen Markt prangen übrigens die Wörter Live – Die – Repeat prominent auf dem Cover während der O-Titel rechts unten noch knapp im Vorbeigehen zu erahnen ist.


Kaum einen Stich gegen eine mächtig Toneffekt besetzte Tonspur hat Christophe Becks Musik – allzu viel dagegen unternimmt er, derzeit und nach dem Riesenerfolg mit
Frozen in aller Munde, für John Powell einspringend, der nach vier Filmen für den Regisseur anderweitig tätig war, allerdings auch nicht. Seine Musik ist ein lautes, nicht sonderlich anmächeliges Produkt, eine plärrend uninspirierte Actionmusiksauce wie es sie leider in Dutzendware gibt und ohne Konsequenzen querbeet ausgetauscht werden könnte. Ich mag das Attribut „verpasste Chance“ gar nicht bemühen, aber Beck reiht sich hier mühelos in eine lange Namensliste ein (einst war auch Ramin Djawadi mit dem Projekt liiert...). Wer sich das Ganze abseits vom Film dennoch antun mag, der kann dies mit einer Water Tower CD oder natürlich per Download tun.

 
Bewertungen

Film:

1/2
Musik im Film
1/2
Extras:

 
phb
, 21.10.2014

 


 
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