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DVD Rezensionen

GODZILLA (2014)

R: Gareth Edwards

D: Aaron Taylor-Thomas, Ken Watanabe, Elizabeth Olsen, David Strathairn u.a.

Musik: Alexandre Desplat

Verleih: Warner (bluray)

 

 

Fukushima liegt noch nicht lang zurück doch die Macher von Godzilla (2014) nehmen das Thema auf und inszenieren eine Kernschmelze, die durch das „Poltern“ eines urtümlich, langsam aufwachenden Monsters ein Katastrophenszenario in Japan hervorruft. Muto, wie das fliegende Ungeheuer genannt wird, ernährt sich von Kernenergie und macht Städte auf Hawaii, Kalifornien usw. dem Erdboden gleich. Nur der Alpha-Prädator, wie Dr. Serizawa Godzilla beschreibt, kann es mit Muto aufnehmen. Doch die US-Army will die Monster mit einer Atombombe auslöschen...

Nach 14 Jahren ist es aber auch wirklich Zeit für ein neuerliches
Godzilla Reboot aus Hollywood, oder nicht? Sicher kann man eines sagen: Roland Emmerichs 1998er Riesending war ein arger Griff in die filmische Kloschüssel. Abgesehen von David Arnolds Musik gibt es heute keinen Grund mehr sich den Emmerich nochmals anzutun.
Kurzum,
Godzilla 2014 ist besser als Godzilla 1998. Natürlich darf man auch hier keinen Storyumhauer erwarten, Godzilla ist eben Godzilla, das war auch in Japan schon immer so. Aber die Version von Gareth Edwards (Monsters), das Genre nicht neu erfindend, hat einige hübsche Ideen. In den ersten 80 Minuten deutet der Film mehr an als er zeigt. Es fliegt ein Panzer durch die Luft oder Honolulu taucht als Ruinenstadt auf. Durchaus der interessantere Weg als jedes Rumms, jedes Bumms dem Zuseher auf die Augen zu drücken. Davon gibt es schliesslich im Finale (und in vielen anderen Filmen) noch genug, wenn sich Muto(s) und Godzilla die Hucke voll hauen.

Nebst Juliette Binoches Kurzauftritt (huch!) kann man die Darstellerriege getrost abhacken, aber das war schon vor 14 Jahren so, als Jean Reno oder Matthew Broderick verbraten und mit dummen Dialogen, die sind hier gerade noch so zu ertragen, ausgestattet wurden.

Spass macht der Film, wenn man sein Hirn auf Popcorn-Niveau schaltet, so oder so - und zum Schluss fühlen wir uns alle irgendwie gut.

Ein Highlight – und hier schliesst sich der Kreis wieder – ist die Musik von Alexandre Desplat, der glücklicherweise einer der Vielbeschäftigten ist, der Orchesterumgang beherrscht und nicht mit elektronischer Effekthascherei einen Film begleiten muss. Basil Böhni schreibt hier über Desplats Godzilla.
Eine der herausstechenden musikalischen Ideen ist der Absprung aus mehreren tausend Fuss Höhe, der von verstörendem Chorgesang begleitet wird und damit eine der besten Szenen des Films fabriziert - blöd nur, dass die nicht von Desplat selber stammt.

 
Bewertungen

Film:

1/2
Musik im Film
Extras:

 
phb
, 19.10.2014

 


 
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