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DVD Rezensionen

LONE SURVIVOR

R: Peter Berg

D: Mark Wahlberg, Taylor Kitsch, Emile Hirsch, Eric Bana u.a.

Musik: Explosions in the Sky, Steve Jablonsky

Verleih: Impuls (DVD)

 

 

Eine Gruppe Navy Seals wird zur Tötung eines ranghohen Talibanchefs beordert. Es kommt wie es kommen muss, die Funkverbindung zur Basis bricht ab, es gibt kein ok zum „Kill“, die Seals werden von Schafhirten entdeckt und von den Taliban schliesslich eingekreist. Ein tagelanger Kampf ums Überleben beginnt.


Nach einer wahren Begebenheit, wie es so schön heisst - allerdings hat Drehbuchautor und Regisseur Peter Berg (
Hancock, Battleship) die Wahrheit (nach einem Buch Marcus Luttrells, der an der Seal Aktion teilnahm) ein bisschen arg zu Recht gebogen. Was in Wirklichkeit mehrere Tage dauerte, wird in Lone Survivor abgekürzt und um einige sehr typische Hollywood-Ingredienzen aufgepimpt. Nicht immer zum Guten!

Zeitweise ist der Film sehr intensiv und bedrückend, einige Szenen sind hervorragend gemacht und können die Dramatik der Geschehnisse packend einfangen. Doch verfällt der Film zu oft auch in Klischees. Kein Taliban wird schreiend mit gezücktem AK-Sturmgewehr auf eine Gruppe verfeindeter Soldaten losrennen. Wieder einmal stellt man den Gegner als dumm, stets grimmig dreinblickend und sich ohne Gedanken in den eigenen Tod stürzend dar.

Ob der inzwischen Ü40er Mark Wahlberg (auf dem Titelcover habe ich ihn tatsächlich nicht erkannt) wirklich die richtige Besetzung für einen Seal in seinen 20ern ist, kann diskutiert werden. Sicherlich stürzt der Film dann in sich zusammen, wenn Wahlberg, Achtung Spoiler, im Dorf der den Amerikanern wohl gesinnten Paschtunen gepflegt wird. Fast noch problematischer scheint die Besetzung Ben Fosters, das passt hier irgendwie nicht zusammen, während Eric Bana (
Munich) in seiner Nebenrolle durchaus gefällt.

Lone Survivor ist eher ein Film für den Ami und Texaner; für den, der den heroischen Kampf und schliesslich die Aussichtslosigkeit gegen einen zahlenmässig übermächtigen Feind, mit all seinen Wirkungen und Klischees, verfolgen mag. Manchmal ist der Film schmerzvoll, manchmal vereinnahmend, manchmal aber auch einfach dumm.

Komponist Steve Jablonsky schafft es an einigen markanten Stellen mit Stille zu glänzen, andere Passagen werden mit Gitarren, Perkussion oder Elektronik begleitet. Vielleicht ist es einer von Jablonskys besten, sicher aber einer seiner besseren Scores.

 
Bewertungen

Film:

Musik im Film
Extras:
1/2

 
phb
, 16.10.2014

 


 
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