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DVD Rezensionen

OBLIVION

R: Joseph Kosinski

D: Tom Cruise, Andrea Riseborough, Olga Kurylenko, Morgan Freeman u.a.

Musik: Anthony Gonzales, Joseph Trapanese, M.8.3

Verleih: Universal (blu-ray)

 

 

 

Jack Harper ist Technician 49, zuständig für die Reparatur defekter, bis an die „Zähne“ bewaffneter Drohnen, die zum Schutz riesiger Absaugvorrichtungen, die Meewasser in Energie umwandel, eingesetzt werden. Die zwar besiegten, aber immer noch kämpferischen, ausserirdischen Invasoren wissen mit den Ersatzteilen der Drohnen umzugehen und sind deshalb hinter den fliegenden Kugeln her. Es ist das Jahr 2077 nach dem grossen Krieg, der die Erde verwüstete. Nun dauert Harpers Einsatz und der seiner Partnerin Vika nur noch 2 Wochen, dann soll es zum entfernten Planeten Titan gehen, auf den sich die Erdenbewohner zurückziehen wollen.

Oblivion ist ein über grosse Teile gelungener Science Fiction „mind-fuck“ (wie es so schön neudeutsch heisst...) vom Regisseur der Tron Fortsetzung (2010) Tron: Legacy. Insbesondere die erste Stunde weiss zu gefallen, wenn Harper in seinem Bubblefish über die Einöde gleitet, in fast Waterworld'scher Art, nur sympathischer, ein Blümchen giesst oder Jack und Vika in ihrem gläsernen Heim hoch über der Erde auf den kaputten Mond und die Raumstation Tet blicken. Einige der späteren Sequenzen sind weniger originell und das ein oder andere Loch in der Story taucht auf, insbesondere (Achtung spoiler!) wenn die Drohnen bei den Scavs scheinbar unvermittelt auftauchen und deren Basis verwüsten – zuvor hatten sie eine dichte Linie an Beobachtern aufgestellt, die nun scheinbar verschwunden sind...! Die folgende Action-Sequenz hat trotz vielen Effekten einen Hauch Trashcharakter, was irgendwie nicht zum zuvor Gesehenen passen will. Wer weiss ob es da den ein oder anderen Umbau in Story und/oder Nachdrehs gegeben hat. Es fühlt sich zumindestens so an.

Morgan Freemans eigentlich kurliger Charakter bleibt ebenso wie die Ukrainerin Olga Kurylenko unnahbar und blass, dabei hätte doch gerade Freeman eine prächtige kleine Rolle gehabt, die mehr geboten hätte als nur verspiegelte Sonnenbrillengläser zu präsentieren. Besser kommt die Paarung Tom Cruise und Andrea Riseborough (als Vika) weg von der durchaus mehr hätte gezeigt werden dürfen. Cruise ist jedenfalls offensichtlich anzumerken, dass ihm die Arbeit an
Oblivion Spass macht.

Leider klappen die Twists am Ende nur halbwegs, der erfahrene Filmliebhaber dürfte den Braten, der da während insgesamt 2 Stunden brutzelt, längst gerochen haben. Dennoch Hut ab, für seinen zweiten Film hat Kosinski eine gelungene Sache abgeliefert. Leider kann man das von der Musik nicht sagen...


Zwei Komponisten teilen sich den Scorecredit: Newcomer Anthony Gonzales und der erfahrenere Komponist, Dirigent und Orchestrator Joseph Trapanese (u.a.
Tron: Legacy, The Bourne Legacy). Auch M.8.3, eine französische Band zu deren Mitgliedern auch Anthony Lopez gehört, wird erwähnt. Wer nun aber genau welchen Anteil hatte, ist auch im Abspann nicht zu ersehen, ausser dass M.8.3 den Schlusssong zum besten geben. Musikalisch ist vieles in Oblivion sehr universell und kaum originell. Der Blaster-beam, bekannt geworden durch Jerry Goldsmiths Star Trek – The Motion Picture ist in der Tet-Szene zu hören, evtl. als Sample oder elektronischer Effekt, wer weiss? Vieles ist technoid aufgebauscht und so manches klingt allzu deutlich nach dem was heute eben „in“ ist (ein Filmmusikautor hat geschrieben, Filme müssen heute wie PC-Games klingen, das ist die Generation, die auch in die Kinos geht. Er hat wohl nicht unrecht). Begeistern kann das nicht, die Internetgemeinde hat aber zu einigen Teilen recht überschwenglich auf die Musik reagiert.

 
Bewertungen

Film:

1/2
Musik im Film
1/2
Extras:
1/2

 
phb
, 21.7.2013

 


 
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