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DVD Rezensionen

JACK THE GIANT SLAYER

R: Bryan Singer

D: Nicholas Hoult, Eleanor Tomlinson, Ewan McGregor, Stanley Tucci u.a.

Musik: John Ottman

Verleih: Warner (blu-ray)

 

 

 

Frei nach dem englischen Märchen Jack and the Beenstalk und dem Fantasyabenteuer aus 1962 verfilmte Bryan Singer die Abenteuer von Jack the Giant Slayer. Isabelle, Prinzessin und fixe Rüstungsanzieherin, gelangt in Höchstgeschwindgkeit und mit unerwünschter Hilfe von Zauberbohnen empor in das Reich der Riesen, der vor langer Zeit das Königreich heimsuchten. Jack, der königstreue Elmont und seine Mannen, aber auch der üble Roderick steigen die Gigantenbohne hinauf um die Prinzessin zu retten. Durch den Verrat des bösen Rodericks und angeführt vom zweiköpfigen General Fallon gelangen die Riesen jedoch einen Stock tiefer um nach der Armee von König Brahmwell zu trachten und Menschenfleisch zu geniessen.

200 $ Millionen in der Produktion gekostet, dazu kommen runde 100 Mio. alleine fürs Marketing und, DVD und Fernseheinnahmen nicht mitgerechnet, knapp ein 200 Mio. eingespielt, Jack the Giant Slayer ist eine doch eher milde Geldmaschine geworden. Leider nicht zu Unrecht. Bryan Singer schafft es zu keiner Zeit seine Charaktere interessant zu gestalten, nach einer 20 Minuten ist einem egal was aus Jack, Isabelle und König Dingsbums wird. Nach einer Stunde hofft man schon, dass es bald vorbei ist und nach 90 Minuten dauert die Riesenschlacht immer noch deren 20.

Dazwischen bekommt man dümmliche Dialoge wie "Am I Dead?", "Not just yet..." oder „Fear of heights?“, „Fear of falling!“, „Then don't fall!“ um die Ohren geknallt. Wie lustig. Okay, wenig überraschend, da schon auf dem Plakat drei Drehbuchschreiber aufgeführt sind. Demnach dürften noch einige mehr am Script herumgewerkelt haben, plus das Studio, dem scheinbar mordsmässig viel daran lag, unbedingt ein kinderfreundliches Fantasyabenteuer in die Kinos zu bringen. Trotz aufs Auge gedrückten, mildernden Schnitten blieb es beim PG-13 Rating. Der deutschsprachige Verleih versuchte es mit einer Titeländerung in
Jack and the Giants. Auch 3D zog nur mässig und die Animationen, von denen es natürlich massig gibt, wackeln zwischen ganz okay bis unterdurchschnittlich.

Selbst Namen wie Ewan McGregor oder Stanley Tucci helfen dem müden Streifen nicht auf die Beine. Und wenn der x-te Protagonist, um den man sich nicht scherrt, zermalmt oder entköpft wird, ist es an der Zeit die Schlusstitel rollen zu lassen...!

Mit Abstand der misslungenste Film vom Regisseur von Filmen wie
The Usual Suspects und X-Men, ja selbst der deftig kritisierte Superman Returns weiss mehr zu gefallen als der langweilige und unbedingt auf Spektakel getrimmte Jack the Giant Slayer. Zu Gute halten kann man Singer höchstens, dass er nicht von Anfang an im Boot sass, sondern D.J. Caruso auf dem Regiestuhl ersetzte... höchstens...!

Musik:
John Ottman kämpft spürbar vehement gegen einen zu lauten und beliebigen Film an und versucht alles um Jack the Giant Slayer einen Hauch Abenteuer und good old days einzuverleiben. Ich würde sie als eine der besseren aus Aktuell-Hollywood bezeichnen, bekommt man doch ein wenig an Themen („Jack and Isabelle“) und üppig angelegten, gelungenen Orchestrationen zu hören. Die CD, erschienen bei Warners Watertower Music gibt einen hübschen, wenn auch etwas zu lang geratenen Einblick – aber Achtung, die Musik verspricht mehr als der Film halten kann!

 
Bewertungen

Film:

Musik im Film
Extras:

 
phb
, 21.7.2013

 


 
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