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DVD Rezensionen

LIFE OF PI

R: Ang Lee

D: Suraj Sharma, Irrfan, Khan und Richard Parker

Musik: Mychael Danna

Verleih: Fox

 

 

 

 

Es ist eine völlig abstruse Situation wenn Regisseur Ang Lee den Oscar für die Regie gewinnt und Argo als bester Film ausgezeichnet wird, aber Lee hat damit bereits bei Brokeback Mountain Bekanntschaft gemacht als Crash gewann und er den Regieoscar. Davon abgesehen – und nicht nur alle Schaltjahre - schafft die Academy es immer wieder merkwürdige Entscheidungen zu treffen, darüber könnte man ein Buch schreiben. In Life of Pi erzählt der Inder Piscine einem Autor mit Schreibblockade seine Geschichte und wie er den Untergang eines Schiffes auf dem er mit seiner Familie und den zugehörigen Zootieren (der Vater von Pi gründete einen Zoo in Indien und wandert nun mit dem ganzen Anhang nach Kanada aus) Passagier war. Er kann sich auf ein Rettungsboot retten, zusammen mit einem Zebra, einer Hyäne und einem bengalischen Tiger. Nach wenigen Tagen sind nur noch Pi und der Tiger übrig – doch beide müssen sich arrangieren, mit der Situation und sich, um zu überleben.

Was man ausschnittweise von
Life of Pi gesehen hat, waren eigentlich immer nur Szenen im Rettungsboot mit dem Tiger (der übrigens Richard Parker heisst, von einer Verwechslung beim Schriftverkehr herrührend). Zwar spielt ein Grossteil des Films im und um das Rettungsboot, aber die gelungensten und schrägsten Szenen spielen sich eigentlich vor dem Schiffsunglück ab, in denen von Pis Kindheit erzählt wird.

Das schöne an
Life of Pi ist die philosophische Seite, die gegen Ende des Films immer mehr offenbar wird. Bis dorthin scheint es ein Märchen, doch zum Schluss wissen wir nicht, welche Geschichte, die Pi nach seiner Rettung erzählt, denn nun wirklich stimmt, die schönere oder die „echtere“? „We need the truth“, wie die japanischen Ermittler, die im Auftrag der Rederei den Untergang des Schiffs untersuchen sollen, Pi klar machen. Dass die Wahrheit nicht immer das Wahre ist, das ist die Kernaussage von Life of Pi.

Keine Angst, auch wer Tiere liebt, kann
Life of Pi schauen, wenn er es denn schafft sich einzureden, dass es ja eigentlich eh alles CGI-Wesen sind. Nur wenige Aufnahmen zeigen tatsächlich lebende Fauna und grundsätzlich sind die Effekte beeindruckend, nicht immer, aber doch zumeist.

Nun, wem kann man
Life of Pi empfehlen? Mag man Filme wie The Fountain, dürfte man auch an Life of Pi gefallen finden. Es ist nicht Ang Lees beste Arbeit, dafür hat der Mittelteil doch den ein oder anderen Hänger und die ein oder andere (Oscar ausgezeichnete) Computerwelle zu viel. The Ice Storm und Brokeback Mountain sind doch intensiver, packender.

Pi-Musik
Mychael Danna ist ein treuer Helfer von Ang Lee. Von ihm stammen die Musiken zu
The Ice Storm und Ride with the Devil (ein Westerndrama) und dem von BMW gesponserten Kurzfilm Chosen. Auch bei Hulk war Danna zunächst mit an Bord, doch die Studiomächtigen entschieden sich für mehr Mainstream. Dannas Treue zahlte sich schliesslich aus, für Life of Pi konnte der Kanadier, wenig überraschend übrigens, den Oscar abholen.

Die DVD-Version hält lediglich eine Doku zu den Computeranimationen und den Trailer bereit. Nebst dieser wird eine blu-ray und eine 3D blu-ray mit vielen, vielen Extras erscheinen.

 
Bewertungen

Film:

1/2
Musik im Film
Extras:
Technisch: 
 Bild:
 Ton: 

 
phb
, 25.4.2013

 


 
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