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DVD Rezensionen

THE HOBBIT: AN UNEXPECTED JOURNEY

R: Peter Jackson

D: Martin Freeman, Ian McKellen, Richard Armitage u.a.

Musik: Howard Shore

Verleih: Warner Home (DVD)

 

 

 

 

Es war letztes Jahr das Filmereignis, auf das viele Fans gewartet haben. Fast 10 Jahre nach dem letzten Teil der Lord of the Rings Trilogie und einigen Tumulten (rechtlicherseits, zB. durften die Namen von zwei der fünf Zauberer – Alatar und Pallando – nicht im Film genannt werden) und Verschiebungen (der Film war einst für 2008 geplant), kam The Hobbit in die Kinos. Nach diversen Gerüchten um verschiedenste Regisseure (Guillermo dl Toro war unter anderem der am meisten Genannte), jauchzte die LOTR-Gemeinde auf, als Peter Jackson wiederum den Regiestuhl besetzte. Für die Abenteuer des jungen Bilbo Baggins haben Jackson und sein Autorenteam das Buch von Tolkien auf drei Teile ausgedehnt (oder aufgebläht?).

In Teil 1, An Unexpected Journey, wird Bilbo von Gandalf und 13 stolzen, gefrässigen, manchmal etwas chaotischen und zweifellos misstrauischen Zwergen mit auf eine Reise zum Lonely Mountain genommen um sich dem Drachen Smaug, der die Zwerge einst aus ihrem Königreich Erebor vertrieben hat, angezogen vom unendlichen Reichtum des Zwergenkönigs Thror, entgegenzustellen. Auf ihrer Reise treffen sie auf den auf einem von Karnikeln gezogenen Holzschlitten durch die Wälder düsenden Zauberer Radagast, der Braune, auf den rachelüstigen Oberork Azog, wunderbare Elfen in Rivendell, blutrünstige Wargreiter, Gollum, massenweise Goblins und so weiter und so fort.

Eigentlich schliesst Jackson dort an, wo er damals mit Return of the King aufgehört hat. Sein Mittelerdeuniversum ist und bleibt faszinierend, wenn auch nicht mehr neu. Um die kurze, nicht sehr spannende und doch etwas langfädige Geschichte von Tolkiens The Hobbit kurzweiliger und komplexer zu gestalten, blendet Jackson gelungene Nebengeschichten ein, wie die Schlacht der Zwerge gegen die Orks in Erebor, Radagasts Begegnung mit dem Necromancer (den wir wohl erst in Teil 2 wirklich zu Gesicht bekommen), aber auch den nicht sonderlich gelungenen Azog, optisch irgendwie eine Mischung aus Avatar und Uruk-hai.

Gut gemacht ist die Erzählung, weshalb Zwerge die Elfen nicht ausstehen können, ausserdem kriegen wir mit Thranduil den Vater von Legolas zu sehen. Ebenfalls gelungen ist die Einbindung wie das Böse auf Verdacht von Radagast und Gandalf langsam Mittelerde überzieht (die Höhlentrolle, die Verädnerungen in Grünwald etc.), etwas was im Buch noch nicht vorhanden war. Eine ebenso sehr gelungene Sequenz ist jene tief unten in der Goblinhöhle, als Bilbo mit Gollum und dem „einen“ Ring konfrontiert wird. Hier bleibt Jackson, wie bei der lustigen Anfangssequenz mit den Zwergen in Bilbos Haus, dem Buch recht treu.

Ansonsten sind die Streckungen und Dehnungen, die zusätzlichen Charaktere und Nebengeschichten (Azog ausgenommen), die so im Buch nicht vorkommen, gut gewählt. Jackson schafft es ausserdem beinahe problemlos, The Hobbit: An Unexpected Journey vom Kinderbuch zu einem Filmereignis für Erwachsene zu heben. Das war bestimmt etwas, was die Leser von The Hobbit mit Skepsis aufgenommen haben, als bekannt wurde, dass aus The Hobbit ein Dreiteiler werden würde. Wir werden sehen, wie es sich in den kommenden Teilen weiterentwickelt.

Darstellerisch erfreut man sich an Ian McKellen als Gandalf, schön auch Hugo Weaving als Elrond und Christopher Lee (bisschen verjüngt...) als Saruman wiederzusehen. Martin Freeman als zögerlicher Bilbo (man vergleiche mit Ian Holms durchaus ebenfalls nervöser Darstellung für den alternden Hobbit) ist durchaus gelungen, etwas weniger anfreunden kann ich mich mit Richard Armitage, dessen kämpferischer Thorin die Zwergengilde in Aragon Manier anführt, vielleicht ändert sich das noch in den folgenden Teilen? Die fliegende Kamera, die Jackson insbesondere in Fellowship so effektvoll eingesetzt hat, kommt auch hier wieder zum Einsatz, es ist aber etwas zu viel des guten und man hätte sich doch eine andere (neue?) Lösung vorstellen können.


Hobbit-Musik
Musikalisch beglückt uns Shore mit der bekannten Klangwelt aus der Trilogie: u.a. dem Hobbit-Thema, das schon in Fellowship einigen Anteil hatte, ausserdem hat er ein nettes Lonely Mountain Thema kreiert und setzt bei einigen Actionszenen, wie jener bei der aufwendig inszenierten Flucht vor den Goblins, auf probate und pfundige Mittel plus Chor, ähnlich den vorangegangenen LOTR Teilen. Ansonsten verweise ich auf Klaus Posts Rezi, der diese schrieb, nachdem er den Film gesehen hat.

 
Bewertungen

Film:

Musik im Film
Extras:
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Technisch: 
 Bild:
 Ton: 

 
phb
, 19.4.2013

 


 
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