Die unabhängige Filmmusikseite!

Start DVDs 2012: DVD/bluray komprimiert 05
Print
DVD Rezensionen

 

 

 

DVDs/bluray komprimiert 05/2012





MY WEEK WITH MARYLIN **** (2011)
R: Simon Curtis
D: Michelle Williams, Kenneth Brannagh, Eddie Redmayne
Musik: Conrad Pope
Verleih: Ascot Elite (blu-ray)


Curtis' Film beschreibt eine hübsche Anekdote im Leben von Marylin Monroe, die kurz nach ihrer Heirat mit Arthur Miller nach England fliegt um unter der Regie von Laurence Olivier The Prince and the Showgirl zu drehen. Überfordert mit der Situation zieht sich sich die Monroe immer wieder zurück, flüchtet sich in Medikamente und Alkohol, und sucht im 2. Regieassistenten (nicht nur) menschliche Unterstützung. Gefällig unterhaltsame Kurzbio mit tollen Darstellern, allen voran Michelle Williams als Marylin und Kenneth Brannagh als Laurence Olivier. John Williams Orchestrator Conrad Pope war für die Musik besorgt.




THE WALKING DEAD, Staffel 2 *** 1/2 (2011)
R: verschiedene
D: Andrew Lincoln, Laurie Holden u.a.
Musik: Bear McCreary
Verleih: Impuls (DVD)


Die Gruppe an Überlebenden aus der gelungenen ersten Staffel schafft es in Auflage 2 auf ein Landgut, auf dem sie mehr oder weniger willkommen sind. Als sie ein erschreckendes Geheimnis lüften, kommt es zu Konflikten mit dem Besitzer, aber auch Streuner und Auseinandersetzungen innerhalb der Gruppe setzen den Überlebenden zu.
Staffel 1 war ein absoluter Hingucker (und ein Beweis wie wenig zurückhaltend Fernsehen in Sachen Horror inzwischen produziert), eine der besseren in einer ständigen Flut von US-Serien - bei uns erst spät abends ohne Geschnipsel bei den Privaten zu sehen. Die vorliegende Box bietet die FSK18 US-Version, der Vorteil davon ist, falls man die Doppelepisoden auf RTLII verpasst hat: Man kann die Originalsprache wählen.


COSMOPOLIS * 1/2 (2012)
R: David Cronenberg
D: Robert Pattinson, Paul Giamatti, Sarah Gordon u.a.
Musik: Howard Shore
Verleih: Ascot Elite (DVD)


Huch, was tut uns David Cronenberg den bloss mit Cosmopolis an? Nicht nur, dass er Robert Pattinson andauernde Screentime gewährt (und dieser hat mich noch in keiner jender Twilight Verfilmungen und schon gar nicht in Water for Elephants überzeugen können), nein, sein Neo-Yuppie Film ist ein merkwürdiges Rein und Raus von Charakteren, die alle etwas gemeinsam haben: sie sind durchwegs uninteressant. Nach tollen Werken wie zuletzt Spider, A History of Violence und Eastern Promises ist Cosmopolis einer der schlechtesten Cronenbergs.
Hut ab, dass Shore seinem Stammregisseur hier treu geblieben ist, wenn er auch musikalisch nur wenig zu Wege bringt. Doch wer will ihm das bei diesem Film verübeln? Auch die CD ist keine Hörempfehlung.




BONFIRE OF THE VANITIES ***1/2 (1990)
R: Brian DePalma
D: Tom Hanks, Bruce Willis, Melanie Griffith
Musik: Dave Grusin
Verleih: Warner (blu-ray)


Einer der grösseren Flops der Kinogeschichte, nicht ganz zu recht, denn an sich ist DePalmas Bonfire ein durchweg vergnüglicher Film. Das erwartete Sprungbrett ins ernste Fach glückte Tom Hanks damit allerdings noch nicht (er musste noch bis Philadelphia warten). Bruce Willis hat seinerzeit mit seiner 5 Mio. $ Gage (für recht wenig Arbeit) für Schlagzeilen gesorgt. Ich erinnere mich vage, dass mir der Film damals nicht sonderlich gefallen hat, aber mit dem Abstand von fast 20 Jahren kommt Bonfire of the Vanities ganz angenehm rüber.
Ein Highlight des Films ist Dave Grusins ins Ohr gehender, absolut typischer weil unverkennbarer Score, einer der letzten in der Tradition von Tootsie, Heaven Can Wait und The Goonies.




NORMA RAE ****1/2 (1979)
R: Martin Ritt
D: Sally Field, Ron Leibman, Pat Hingle u.a.
Musik: David Shire
Verleih: Concorde (blu-ray)


Martin Ritts wahre Geschichte über eine zwehrhafte Textilarbeiterin, die für ihre Arbeitskollegen kämpft wie eine Löwin, brachte Sally Field einen Oscar ein. Ritts Film ist eine unterhaltsame Studie vom Arbeitskampf in den USA der 70er und dessen Auswirkungen, zeigt aber auch einen Blick auf ein Städtchen, das von seinem Arbeitsgeber abhängig ist. Ein schöner, von John. A. Alonzo toll fotografierter Film, für den David Shire die Musik schrieb. Score ist allerdings (siehe auch die CD-Rezi) sehr sparsam eingesetzt und es verwundert nicht, dass der eingängige Song von Shire, „It Goes like it Goes“, gesungen von Jennifer Warnes, dem Komponisten einen Oscar bescherrte. Im Original, mit dem dicken Slang, hat Norma Rae übrigens einiges mehr an Atmosphäre als eingedeutscht!




JEREMIAH JOHNSON **** (1972)
R: Sydney Pollack
D: Robert Redford, Will Geer u.a.
Musik: John Rubinstein, Tim McIntire
Verleih: Warner (blu-ray)


Jeremiah Johnson möchte im 19. Jahrhundert des Wilden Westens in den Rocky Mountains ein zurückgezogenes Leben führen, verliebt sich aber in eine Indianerin, die mit ihrem Kind schliesslich von den Crows umgebracht wird. Nach This Porperty is Condemned Sydney Pollacks zweite Zusammenarbeit mit Robert Redford ist Jeremiah Johnson ein „zuürck-zur-Natur-Western“, in grandioser Landschaft gefilmt (durchaus ein Vorteil der bluray!) und von Redford und Will Greer als Naturburschen toll gespielt. Fein auch die Gemeinschaftsmusik von John Rubinstein und Tim McIntire, vor noch nicht allzu langer Zeit ebenfalls auf CD erschienen (Rezi hier).




A BRONX TALE *** (1993)
R: Robert DeNiro
D: Chazz Palmintieri, Robert DeNiro u.a.
Musik: Butch Barbella
Verleih: Impuls (DVD)


Erst zwei Filme hat Robert DeNiro bisher inszeniert, A Bronx Tale war sein Erstling (ein dritter soll demnächst anstehen), in welchem DeNiro das Leben des 9-jährigen Calogero in der Bronx erzählt. Dieser wird Zeuge eines Mordes, deckt jedoch den Täter und Mafiaboss Sonny (Palmintieri), ganz zum Missfallen von Calogeros Vater (Robert DeNiro).
Die Story zu A Bronx Tale stammt von Hauptdarsteller Chazz Palmintieri, der auch das Drehbuch schrieb. Der Film erinnert so einige Male an Scorseses Meisterwerk Goodfellas, freilich ohne jede Chance an dieses heranzureichen. Durchaus gut gemacht (und gut gemeint), bleibt DeNiros Erstling doch recht vage. Jedenfalls ist sein Zweitwerk, The Good Sheperd (2006), weitaus gelungener ausgefallen. Musikalisch blieb DeNiro Scorsese treu und setzte auf eine Vielzahl zeitgenössischer (60er) Songs.

 

 
phb
, 9.12.2012

 


 
Template by Ahadesign Powered by Joomla!