Die unabhängige Filmmusikseite!

Start DVDs DVD: Amazing Stories Vol. II
Print
 

 

Mässiges Popcorn-Fernsehen

Es folgt nach Volumen I logischerweise Volumen II der nicht allzu erfolgreichen Spielberg TV-Produktion. Und auch Vol. II ist wie schon die Vorgängerbox eine wahre Achterbahn an Qualität. Da gibt die durchaus gelungene 2. Weltkriegs Episode „No Day at the Beach“ (Regie: Lesli Linka Glatter) mit Charlie Sheen in der Hauptrolle, Martin Scorsese nicht übles Grusel-TV-Debüt mit „Mirror, Mirror“ mit einem gut aufgelegten Sam Waterston als arroganten Schriftsteller, der von seiner eigenen Erschaffung verfolgt wird oder schwarzhumoriges wie „One for the Road“  (Regie: Thomas Carter), wo eine gierige Gruppe vergeblich einen alten Säufer umzubringen um dessen Lebensversicherung einzukassieren. Aber es gibt auch schwachbrüstiges wie „The Sitter“ von Joan Darling und klebrig Süsses wie „Dorothy and Ben“ (ein alter Mann lernt im Krankenhaus ein schwer krankes Mädchen kennen). Die grösste Enttäuschung allerdings ist Joe Dantes 45 Minuten Episode „Boo!“ (normalerweise dauern die Amazing Stories ca. 23 Minuten), bei der man sich eigentlich nur langweilt. Dante hat immer einen speziellen Humor, hier aber ist er nur platt und naiv. Insgesamt überwiegen hier Episoden, die einfach nicht mehr als Fernsehdurchschnitt sind. Auf die Höhe von Twilight Zone kommt Amazing Stories sowieso nie.


Grössere und weniger grosse Namen

Wie immer ist Amazing Stories vor allem interessant wenn es um die engagierten Komponisten geht: Michael Kamen zum Beispiel bringt einen deftigen Thrillerscore zu „Mirror, Mirror“ zum Besten, Jerry Goldsmith ist für den typischen Dante-Sound in „Boo!“ verantwortlich und Georges Delerue leiht seine gefühlvolle Stimme „Dorothy and Ben“. Leonard Rosenman („No Day at the Beach“), David Shire („Hell Toupet“), Bruce Broughton („Gather Ye Acorns“ mit Luke Skywalker/Mark Hamill) und Billy Goldenberg („Secret Cinema“) sind nebst anderen weitere namhafte Komponisten. Auf den Intrada CDs Amazing Stories Anthology kann man den Grossteil der Scores hören, wer Lust hat kann hier auch die Interaktion mit den Bildern beobachten.


Extras

... gibt es hier nicht üppig. Aber auf jeder DVD sind ein paar alternative Szenen und hie und da ein Rückblick in Form eines Interviews mit Beteiligten enthalten. Im Englischen Original wurde der Ton in DD 5.1 abgemischt, während man sich in der Synchro-Version mit normalem Stereoklang begnügen muss.




Bewertungen

Film:1/2
Musik im Film:
1/2
Extras:
1/2
Technisch: 
 Bild:
 Ton:1/2

 phb, 29.1.2009

 
Template by Ahadesign Powered by Joomla!