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DVD Rezensionen

COP LAND

R: John Mangold

D; Sylvester Stallone, Harvey Keitel, Robert DeNiro u.a.

Musik: Howard Shore

bluray
Director's Cut/Digital Remastered

 

 

 

 

Cop Land nennt Lieutenant Tilden von der Abteilung Internal Affairs die Kleinstadt in New Jersey, vis-à-vis von New York, in der sich Cops, die in der Metropole ihren Dienst verrichten, einen sicheren Hafen für sich und ihre Familien aufgebaut haben. Doch um sich ihren Lebenstil zu finanzieren, regiert in Garrison die Korruption. Hier verrichtet Sherriff Heflin, von den meisten liebevoll, von vielen aber auch abschätzig, nur Freddy genannt, seinen Dienst im Sinne der drei Affen: Ich sehe nichts, ich höre nichts, ich sage nichts. Das ändert sich erst als ein junger Polizist von Ray Donlan und seinen Kumpanen nach einem fingierten, tödlichen Schusswechsel versteckt wird.

Cop Land ist einer jener Filme, die mich von Beginn an gepackt haben. Die Atmosphäre, die Ausgangslage, die ersten Bilder, hier stimmt einfach alles. Dazu kommen fantastische Darsteller, allen voran ein wundervoller Robert DeNiro in einer ebenso wunderbaren Nebenrolle (niemand mampft so schön ein Sandwich und stammelt mit vollem Mund!) und ein Sylvester Stallone, wie man ihn zuvor und leider auch danach so gut wie nie gesehen hat. Der Mann kann tatsächlich richtig schauspielern, sich in eine Charakterrolle einfühlen. Der watschelnde Gang seines weiss besockten, dickbäuchigen Sheriffs Heflin ist einfach nur köstlich.

John Mangolds Film ist einer der besten Copthriller, ein ungemein stimmungsvolles Bild eines korrupten Cop Daseins wiedergebend, dass es einem manchmal eiskalt den Rücken herunterläuft. Mangold fängt die Story packend ein – und das nicht nur während des finalen Höhepunkts. Hier stimmt einfach alles. Dazu gehört auch der Score von Howard Shore.


Copmusik
Shores Musik, ich gestehe es unumwunden, zählt zu meinen liebsten Scores des Jahrzehnts. Mit seiner kraftvollen, athematischen Komposition fängt Shore die Atmosphäre des Films perfekt ein. Themen benötigt Cop Land nicht, hier sind es die Klangcollagen, die Modulationen kleiner Motive und die Veränderungen in der superben Instrumentierung, die dem Film Unterstützung gewähren.
Und wenn Shore zum Schluss die Toneffekte grandios umschifft, mit ihnen spielt und doch im Einklang steht, dann ist das einfach nur Filmmusik par excellence. Grosses Filmmusikkino!!!


Die alte DVD- aber auch die neue Bluray-Version enthält (nebst der Kinofassung) den um rund 11 Minuten längeren Director’s Cut. Diese Version entspricht der R1 DVD Special Edition, enthält also nicht gänzlich „neue, nie gesehene Szenen“, wie angekündigt.
Ein grosser Vorteil der neuen bluray Version gegenüber der optisch ärgerlichen 2008er Scheibe ist die merkliche Steigerung in der Bildqualität.

 
Bewertungen

Film:

Musik im Film
Extras:
Technisch: 
 Bild:
 Ton:1/2 

 phb, 1.2.2012

 


 
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