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DVD Rezensionen

RISE OF THE PLANET OF THE APES

R: Rupert Wyatt

D: James France, John Lithgow, Andy Serkis, Brian Cox u.a.

Musik: Patrich Doyle

Verleih: Fox (bluray)


Nach Tim Burtons mittelmässigem Remake von Planet of the Apes hat man sich bei Fox einige Jahre Zeit gelassen bis es zu diesem Sequel kam. Mit dem ersten Film hat Rise of the Planet of the Apes allerdings nur wenig zu tun, schon gar nicht ist es eine Fortsetzung als eher ein Prequel. Hie und da gibt es Andeutungen wie etwa in der anfänglichen Jagd auf die Affen in Afrika, die etwas von „The Hunt“ hat, nur dieses Mal eben umgekehrt, also mit den Menschen als Jägern und den Affen als Gejagte. Freilich, spinnt man das Rad weiter, erinnert sich an die Aufnahme der startenden Rakete in Rise und der Meldung, dass das Raumschiff vermisst sei, so gelangt man, nicht zuletzt am Ende, zum (originalen) Planet of the Apes.

Misslungen bei all dem Aufwand, den man sicher dafür betrieben hat, sind die CGI-Affen. Das wiegt deshalb umso schwerer, als die Affen, allen voran Caesar, durchaus gewichtige Rollen und eine Menge Screenzeit haben. Wenn man sich aber bei jeder Aufnahme von Caesar dabei erwischt wie einem durch den Kopf geht „hm, sieht einfach unecht aus,“ dann trübt das insgesamt das Filmvergnügen doch sehr. Das revolutionäre Motion Capture Verfahren erweist sich ebenfalls nicht immer als so überzeugend, gewisse Bewegungen der Affen sind nicht durchgehend gelungen und zeigen den menschlich-computerisierten Ursprung hinter zu langsamen, unausgegorenen körperlichen Regungen. Aber auch die Mimik von Caesar hält den Erwartungen nicht immer stand.

An sich wäre die Story, wenn auch nicht neu, so schlecht nicht:
In einem Labor wird Versuchsaffen ein Medikament gegen Alzheimer verabreicht. Dieses hat nicht nur den Effekt der Rehabilitierung der im Gehirn betroffenen Stellen, sondern auch eine steigernde Veränderung hinsichtlich der Gehirnleistung. Als ein Affe im Labor Amok läuft, werden alle Tiere eingeschläfert mit Ausnahme eines Babys, dessen sich der Versuchsleiter Will Rodman annimmt. Bei ihm wächst Caesar auf, doch mit den Jahren, in denen sich seine Intelligenz und Anpassung als herausragend herausstellt, sucht Caesar vor allem eines: Freiheit. Als Caesar nach einem Angriff auf den ungeliebten Nachbarn in eine Auffangstation verfrachtet und vom dortigen Pfleger geplagt wird, schmiedet er einen Plan zur Flucht.

Auf der positiven Seite eines durchzogenen SF-Abenteuers kommt John Lithgow in einer Nebenrolle als Will Rodmans Vater zu stehen, während James Franco und selbst Brian Cox deutlich hinter den Affen anstehen müssen. Andy Serkins hüpft im Motion Capture Anzug in Gollum (oder doch eher King Kong
Manier) herum, wirklich merken tut man davon allerdings nicht viel.

Also ja, der Film ist nicht schlecht und schon auf einem anständigen Level unterhaltend, aber eben auch nicht umwerfend gut. Es fehlt das letzte Stückchen Überzeugung und es fehlt vor allem an wirklich guten Effekten.


Doyle macht den Affen
Patrick Doyle ist der Erfolg der letzten Jahre wirklich zu gönnen. Mit Thor
und Rise of the Planet of the Apes konnte er insbesondere in den USA schöne Boxoffice-Erfolge feiern. Das wiederum wirkt sich auf seine Musik aus, denn Doyle hat sich angepasst. Anpassen müssen? Sein Score zu Rise ist auf CD eine ziemliche Enttäuschung. Im Film ist sie funktional, hie und da durchaus mal emotionaler als es die CD rüberzubringen vermochte. Der Musik ist auf der bluray Scheibe gar eine kurze Doku gewidmet.



Die bluray Edition hält einiges an Extras, von deleted scenes über die gewohnte Audiokommentare und Ausführungen in Sachen Spezialeffekte bis hin zum erwähnten Doyle Abschnitt bereit. Bildmässig offenbart Rise
einen hervorragenden Transfer, auch die Audiospur ist lebhaft und plastisch gelungen, manchmal in den Effekten etwas zu laut und in den Dialogen zu leise, aber das ist ja nicht neu.
 
Bewertungen

Film:

Musik im Film
Extras:
1/2
Technisch: 
 Bild:1/2
 Ton:1/2 

 phb, 10.12.2011

 


 
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