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DVD Rezensionen

THE OUTSIDERS
Collector’s Edition

Director’s Cut

R: Francis Ford Coppola

D: C. Thomas Howell, Patrick Swayze, Ralph Macchio u.a.

Musik: Carmine Coppola

Verleih: Impuls (bluray)  



Mit The Outsiders verfilmte Francis Ford Coppola ein Buch einer Schülerin, der zum Bestseller wurde und fand nach der Mammutproduktion von Apocalypse Now und dem Misserfolg von One from the Heart wieder zurück zum kleineren, feineren Filmemachen. 10 Millionen $ kostete die Produktion und spielte einen Gewinn ein. Ein Jahr später setzte Coppola wieder auf eine überteure Produktion, die gewaltig floppte: Cotton Club.

The Outsiders
erzählt von Ponyboy Curtis, der bei seinem Bruder Darrell in den 60ern aufwächst. Er und seine Brüder werden Greasers genannt, Arbeiterfamilien, die untere Schicht. Die Socs gehören der upper class an, Mittelklasse Amerika. Sie fühlen sich überlegen in allen Belangen. Als Ponyboys Freund Johnny einen der Socs ersticht, flüchten die beiden aufs Land und verstecken sich in einer alten, baufälligen Kirche. Als die beiden Aussenseiter Schulkinder aus einem verherrenden Feuer retten, werden sie zu grossen Helden. Doch noch steht die abschliessende Auseinandersetzung mit den Socs an.

Matt Dillon, Patrick Swayze, Rob Lowe, Ralph Macchio, Emilio Estevez, Diane Lane, Tom Cruise und C. Thmoas Howell waren 1983 absolute Nobodys. Für den ein oder anderen war The Outsiders
gar das Debüt auf der Leinwand und eigentlich alle erhielten danach nennenswerte Rollen - meist in Teeniefilmen - und wurden gar zu Teeniestars (obwohl sie längst schon keine Teenies mehr waren, Ralph Macchio (Karate Kid) etwa war bereits über 20 Jahre alt, obwohl er aussah wie 16).

Der Film ist nicht schlecht, durchaus ambitioniert und ohne Zweifel schön umgesetzt. Umwerfend ist The Outsiders
aber nicht. Das war er damals nicht und ist er heute nicht. Auf alle Fälle profitiert er von den zusätzlichen 20+ Minuten des Director’s Cut gegenüber des auf knappe 90 Minuten arg gekürzten Kinooriginals. Man erhält mehr Eindrücke von den Beziehungen der Brüder untereinander, was sie bewegt und wieso sie so sind, wie sie sind. Und die Abschätzigkeit, die die Socs ihnen gegenüber bringen, erscheint weniger klischeehaft als in der Kinoversion. Auch in die Beziehung zwischen Ponyboy und Cherry, die nicht sein darf, ist mehr Einblick zu bekommen.

Die bluray kommt bildmässig sehr gut rüber, die Tonspur ist etwas unausgewogen mit sehr laut abgemischten Songs und zu leisen Dialogen. Ist beides gleichzeitig zu hören, kommt man in einen richtigen Hörclinch. Daneben hält die Disc noch einiges an hübschen Extras bereit und für Sammler gibt’s Filmpostkarten.

Carmine Coppolas Musik spielt vor allem zu Beginn eine eher untergeordnete Rolle. Den Songs wird eindeutig mehr Gewicht bzw. Volumen verliehen – und dort wo der Score für sich alleine steht (im letzten Drittel des Films vor allem), ist sie manchmal fast ein bisschen dick aufgetragen - im Kontext mit dem Film jedenfalls. Sein Hauptthema wird für die Schlusstitel als Song vorgetragen. Coppolas Musik ist 1989 bei Silva auf CD erschienen.
 
Bewertungen

Film:

1/2
Musik im Film
1/2
Extras:
Technisch: 
 Bild:1/2
 Ton: 

 phb, 4.11.2011

 


 
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