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DVD Rezensionen

THE RITE

R: Mikael Håfström

D: Anthony Hopkins, Colin O'Donoghue,
Alice Braga, Ciarán Hinds, Rutger Hauer u.a.

Musik: Alex Heffes

Verleih: Warner Home




Der Bestattersohn Michael Kovac (Colin O'Donoghue) beginnt, obwohl er seit dem frühen Tod seiner Mutter den Glauben an Gott verloren hat, ein Priesterseminar, das er wegen fehlender Überzeugung abbrechen will, sich nach einem schicksalshaften Vorfall jedoch dazu überreden lässt, sich in Rom zum Exorzisten ausbilden zu lassen.

Alsbald kommt es zur Begegnung mit dem Fachspezialisten Father Lucas Trevant (Anthony Hopkins), der ihn an seinen Austreibungsmethoden bei einem schwangeren Mädchen und einem kleinen Jungen teilhaben lässt, seinen Studenten aber trotz verstörender Kontaktaufnahmen mit dem Leibhaftigen nicht von dessen Existenz überzeugen kann. Zu zweifeln beginnt Michael erst, als immer offensichtlicher wird, dass es Satan darauf abgesehen hat, ihn zu prüfen. Als schliesslich auch noch Father Lucas besessen wird, kommt es zur Bewährungsprobe für Michael; wird er zum Glauben zurückfinden, um dem Fürsten der Finsternis Paroli bieten zu können?

Angeblich auf wahren Begebenheiten beruhend, wandelt dieser Film von Mikael Håfström (Derailed, 1408) auf ebenso bekannten wie abgetretenen Pfaden. Die Szenen mit dem besessenen Mädchen erinnern unweigerlich an The Exorcist, erreichen aber nie dessen Intensität, und es herrschen die zu erwartenden dramaturgischen Wetterverhältnisse. Schauspielerisch ist der Streifen vor allem bezüglich der Hauptdarsteller eine Enttäuschung. Anthony Hopkins wirkt streckenweise müde, lustlos und abwesend und lässt nur in der letzten Viertelstunde seine Klasse aufblitzen, Colin O'Donoghues Spiel ist geradezu fade.

Rutger Hauer als Michaels Vater und Charakterkopf Toby Jones hätten da vielleicht etwas Gegensteuer geben können, haben aber leider zu kurze Auftritte. Erschwerend kommt hinzu, dass die Figuren so klischeehaft und konturlos ausgefallen sind, dass man sich keinen Deut um sie schert. Das ist so ziemlich das Dümmste, was einem Thriller oder Horrorfilm widerfahren kann.

Musikalisch betreut wird The Rite vom Briten Alex Heffes, der mir wenig geläufig ist. Er bietet nebst Elektronik viel solide Orchesterkost, die zwar alles andere als originell ist und sich im Fundus bewährter Genre-Filmmusik bedient, aber immerhin ein, zwei gar nicht so üble Themen enthält. Die werden in üblicher Manier von melancholischem Klavier, hervorgehobenen Holzbläsern und düster/elegisch/unheilschwangeren Streichern vorgetragen, da und dort gibt sich auch ein wenig Chorgesang die Ehre. Man hört insbesondere aus Hollwyood derzeit Schlimmeres.

Im technischen Bereich kann man der DVD gute Noten ausstellen, nicht so sehr hingegen beim Bonusmaterial. Dieses beschränkt sich nämlich auf ein paar entfallene Szenen.
 
Bewertungen

Film:

Musik im Film

Extras
1/2


1/2

 as, 25.10.2011

 


 
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