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DVD Rezensionen

WATER FOR ELEPHANTS

R: Francis Lawrence

D: Robert Pattinson, Christoph Waltz, Reese Witherspoon u.a.

Musik: James Newton Howard

Verleih: Fox (bluray)



Ich muss gestehen, ich bin kein Zirkus-Fan. Als Kind fand ich es toll den Artisten und Tieren zuzusehen, aber irgendwann hat mich die Magie der Manege verlassen. Wenn mich nun also auch keine zehn Pferde mehr in das Zelt bringen, so war ich vor allem aus einem Grund gespannt auf Water for Elephants: Christoph Waltz. Seine Leistung als Erznazi Landa in Inglorious Basterds war überirdisch und mit grossem Abstand das beste an Tarantinos Film.

Hier nun spielt er den tyrannischen Direktor eines Zirkuses während der Prohibitionszeit. Geld und Jobs sind Mangelware und August führt sein Regime mit eiserner Hand. Ungeliebte Mitarbeiter, denen er Lohn schuldet, lässt er nachts aus dem fahrenden Zug werfen. Als der Tiermedizinstudent Jacob beim Zirkus anheuert, befördert ihn August sogleich zum Veterinär. Doch Jacob bekommt es nicht nur mit einem störrischen Elefanten zu tun, er wirft auch ein Auge auf die hübsche Geliebte vom Boss.

Gleich vorweg: Auch hier ist Waltz ein sicherer Wert. Seine Mitstreiter spielt er gleich von Beginn weg an die Wand, wobei insbesondere Teenieschwarm Pattinson (Twilight
) als krasse Fehlbesetzung bezeichnet werden muss. Hölzern, mit fürchterlich aufgesetztem Lachen und ein und derselben Miene stapft er dröge durch die Zirkuswelt. Selbst Elefantendame Rosie hat mehr Ausdruck.

Die Zirkusmär ist sehr einfach gestrickt, die Liebesgeschichte allzu vorhersehbar und Augusts Aggressionsschübe gegenüber Rosie nichts für zart besaitete Tierfreunde (wie mich). Auf der positiven Seite kommen wie erwähnt ein gut aufgelegter Waltz, die wunderbare Kamerarbeit von Rodrigo Prieto (Brokeback Mountain
) sowie die Musik von James Newton Howard zu stehen.

Zirkusmusik
Nein, Howards Beitrag ist zum Glück keine tätärä-umpah-tsching Zirkusmusik. Vielmehr ist es ein zurückhaltender, manchmal magischer und sich zum Finale hin aufbauender Score, der hie und da ein Stückchen zu sehr nach Desplat klingt (temp score?), als einem lieb ist – und das ein oder andere Mal sogar Thomas Newman Klänge aufkommen lässt. Dennoch, Howards Musik hält ein paar hübsche Themen parat und darf mit einem Schuss Romantik und Träumerei aufwahrten. Es tut jedenfalls gut Howard nach einigen Ausflügen in actionreichere Spannungsgefilde wieder von seiner romantischeren Seite zu hören.
 
Bewertungen

Film:

1/2
Musik im Film
1/2
Extras:
Technisch: 
 Bild:
 Ton: 

 phb, 9.10.2011

 


 
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