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DVD Rezensionen

BLACK SWAN

R: Darren Aronofsky

D: Natalie Portman, Vincent Cassel, Mila Kunis, Wynona Ryder

Musik: Clint Mansell

Verleih: Warner (bluray)



Die Geschichte einer Balletttänzerin, die sich in ihrer fordernden Doppelrolle als weisser und schwarzer Schwan in Tschaikowskis „Schwanensee“ verliert, ist ein fordernder Schmaus für alle Sinne. Aronofsky, der schon mit dem poetischen The Fountain zu betören wusste, verfilmt die Story eindrücklich mit dokumentarischen Bildern, betörenden Ballettaufnahmen und als Spielfilm ausgelegt. Was er in 108 Minuten zeigt ist beeindruckend und packend, sinnlich und in den Bann ziehend.

Das ist beileibe auch der famosen und ungemein eindringlichen Darstellung von Natalie Portman zu verdanken, die sich mit Leib und Seele ihrer Rolle hingibt und als ehrgeizige, aber scheue Tänzerin an ihren Charakteren, dem schönen Schwan, dem verführerischen Schwan und ihrer eigenen Persönlichkeit, zerbricht. Ohne Zweifel eine der besten Oscar prämierten, weiblichen Schauspielleistungen der letzten Jahre. Auch der in Hollywood inzwischen arrivierte Vincent Cassel als ekliger Choreograph und die beinahe nicht wieder erkennbare Wynona Ryder als alternde Primaballerina wissen im traumtänzerischen Ensemble zu gefallen.

Dazu die Vermählung von schmerzhaften und unendlichen Trainingsstunden mit herrlichen Bildern des Ballets und der faszinierenden Geschichte - schlicht beeindruckend wie Aronofsky es vermeidet einfach ein Ballett abzufilmen. Nein, dieses fungiert als Rahmenhandlung für ein beklemmendes Thrillerdrama. Lange schon hat mich ein Film nicht mehr so erschlagen und nachdenklich den Schlusstiteln beiwohnen lassen.

Die Qualität der bluray Scheibe ist top. Man darf sich nicht von den gewollt griseligen Bildern täuschen lassen, die Aronofsky in den Szenen ausserhalb des Ballets verwendet. Aber selbst in diesen ist jedes Härchen in unglaublicher Schärfe und Plastizität zu sehen, ganz abgesehen natürlich von der umwerfenden Bildqualität während des Ballets. Naja und wer will, kann die zusätzlich beigelegte Disc auf ipad, PSP oder sonst wo anschauen – und auf die Macht der Bilder verzichten.


Schwanenscore
Clint Mansell wurde die schwierige Aufgabe zu Teil, einen Score zu kreieren, der sich in Tschaikowskis wohlbekannten Kompositionen bewegt. Das ist ihm zweifellos gelungen. Mit seinen musikalischen Experimenten und Adaptionen vollführt er einen zurückhaltenden Spagat zwischen filmmusikalischer Untermalung und bekannten Motiven von Tschaikowskis Musik. Gut möglich, dass Liebhaber des „Schwanensees“ dies rein musikalisch anders sehen, doch dass Mansells Arbeit im Film besteht kann nicht von der Hand gewiesen werden.
 
Bewertungen

Film:

Musik im Film
1/2
Extras:
Technisch: 
 Bild:1/2
 Ton: 

 phb, 5.7.2011

 


 
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