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DVD Rezensionen

UNSTOPPABLE

R: Tony Scott

D: Denzel Washington, Chris Pine, Rosario Dawson u.a.

Musik: Harry Gregson-Williams

Verleih: Fox



Was tun wenn ein Zug führerlos mit 100 km/h und Wagen voller brennbarer Chemikalien durch Pennsylvania rast und zu guter letzt ein Kurvenviadukt in einer Grossstadt wartet? Richtig, stoppen! Dazu sind Denzel Washington und Chris Pine zuständig, die nach hilflosen Versuchen der Betreiberfirma die einzige Hoffnung sind, das Dieselmonster zu stoppen.

Willkommen in der farbenfrohen, lauten Welt von Tony Scott! Der Spezialist für wuchtige Bilder und viel Action lässt auch hier die Puppen tanzen. Mit gewagten Stunts (einige davon sind wirklich bemerkenswert!) und tollen Aufnahmen (Zugfans kommen voll auf ihre Kosten) ist Unstoppable in der Tat reich befrachtet, wie so oft aber sind es (sau)mässige Dialoge und viele Klischees, die einen T. Scott Film zu Durchschnittsware werden lassen, der man nur noch eine pfundige Umsetzung als Pluspunkt abgewinnen kann.

Auch Denzel Washington kommt bei seinem „Stammregisseur“ nicht mehr richtig auf Trab. Schon beim misslungenen Taking of Pelham 123 Remake bekam man eher das Gefühl einen weiteren Washington-Check-Abholer zu sehen, bei Unstoppable ist das noch augenfälliger. Aber damit ist er in guter Gesellschaft, auch der emotionslose Chris Pine (Star Trek) wird von den stattlichen Lokomotiven an die Wand gespielt, während Rosario Dawson als Betriebsleiterin eine komplette Fehlbesetzung ist. Und Mr. Scott: jubelnde Angestellte und anfeuernde Töchter sind schlichtweg peinlich.

Folgerichtig ist Unstoppable ein ohrenbetäubendes (die Toneffekte auf der DVD stellen die Surroundboxen in der Tat auf die Probe!), gut gemachtes Actionspektakel mit all der Tiefsinnigkeit eines mittelmässigen Actionspektakels. Nach 90 Minuten hat man es denn auch gesehen und fast ebenso schnell auch wieder vergessen.


Loko-Motiv
Harry Gregson-Williams, fester Bestandteil im T. Scott Team, wusste wohl nicht wie ihm geschieht, denn wie soll man gegen unartige „Dampfrösser“ und dröhnende Helikopter ankommen? Eine undankbare Aufgabe, von Gregson-Williams mit einer ebenso lauten, drumgeloopten und wenig inspirierten Musik bedacht. Viel, viel Elektronik und Perkussion stellt er für das Actionmaterial ab, vereinzelt hat man das Gefühl, als stelle er seine Musik als Nebengeräusch der Lokomotiven dar. Ein Loko-Motiv aber ist nicht herauszuhören. Ohnehin bleibt die Frage im Raum, ob man nicht einfach Score A eines Tony Scott Films mit Score C eines Tony Scott Films switchen könnte, ohne dass es eine grosse Rolle spielen würde?
 
Bewertungen

Film:

Musik im Film (inkl. Songs):
Extras:
-
Technisch: 
 Bild:
 Ton:1/2 

 phb, 3.4.2011

 


 
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