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DVD Rezensionen

THE NEW DAUGHTER

R: Luis Berdejo

D: Kevin Costner, Ivana Baquero, Samantha Mathis u.a.

Musik: Javier Navarrete

Verleih: Warner


 

Es gibt sie immer noch, Filme mit Stars von denen man noch nie was gehört hat (aktuellere Beispiele etwa sind der Harrison Ford Film Extraordinary Measures oder das Robert DeNiro/Al Pacino Vehikel Righteous Kill). Einer davon ist auch The New Daughter mit Kevin Costner. Der Film handelt von einer zerrissenen Familie, Vater, Autor und frisch geschieden, Tochter, vollpubertierend, kleiner Sohn, ängstlich. Die drei ziehen in ein wunderschönes, grosses Haus in South Carolina. Doch das Schöne ist nur vordergründig, denn irgendwas ist hier anders. Des Nachts sind merkwürdige Geräusche zu vernehmen und Tochter Luisa benimmt sich immer eigenartiger. Sie zieht es besonders zu einem Hügel hinter dem Haus, der früher den Indianern als Grabstätte gedient hat…

The New Daughter ist der Erstling für Drehbuchautor Luis Berdejo, aus dessen Feder andere Genrefilme wie [Rec] und Quarantine stammen. Ihm gelingt es zwar hübsche Bilder in den Kasten zu bringen, doch der Gruselfaktor, um den es ja eigentlich ginge, geht schon nach 10 Minuten flöten als irgendwelche computergenerierten über das Dach huschen und dummdreiste Geräuscheffekte, ohne jedwede Originalität, aus den Lautsprechern dröhnen. Tja, das setzt sich nun über 108 Minuten fort und endet in einem tragischen Finale, das eigentlich noch das Beste am Film ist - zusammen mit Kevin Costner, der hier durchaus gefallen kann in der Rolle eines überforderten Vaters. Ivana Baquero, die die heimgesuchte Luisa spielt, kennt man übrigens aus El laberinto del fauno.

Leider werden seit Jahren viel zu viele durchschnittliche Filme der Sorte übernatürliche Horrorthriller auf den Markt geworfen, The New Daughter gehört schon nicht mehr in diese Durchschnitts-Kategorie. Überraschungen bei vielen Genrefilmen sind selten, richtig gegruselt wird ebenfalls kaum mehr und die Story geht spätestens nach einer Viertelstunde vollends flöten. Und wenn den Machern zu guter Letzt wieder einmal nur fürchterlich aussehende, schleimige und spitzbezahnte Kriechmonster einfallen, rollt nicht nur der Gruselfan mit den Augen.

Fazit:
Wenn schon ein Film mit einer besessenen Tochter, dann um Längen lieber The Exorcist.


Der für unsereins prominenteste Teilnehmer neben Costner ist Javier Navarrete, dessen El laberinto del fauno vielleicht noch im Ohr sein dürfte. Hier aber fiel ihm weit weniger ein und so pendelt sich die Musik in etwa auf dem Niveau des Films ein was das nachhaltige Interesse betrifft. Auch in der Titelmusik, in der Navarette die Familie zu ihrem neuen Haus begleitet, bleibt der Score sehr unauffällig mit einem knappen 4-Noten Motiv für Klavier und drohende Synthiesphären. Navarette setzt öfters auf Sounddesign ähnliche Klänge, intensiviert die Musik mit der zunehmenden Bedrohung und setzt Streicher zu Elektronik und dem omnipräsenten Klavier. Insgesamt aber eine eher spärliche Leistung.
 
Bewertungen

Film:

Musik im Film:
1/2
Extras:
Technisch: 
 Bild:
 Ton:1/2 

 phb, 3.2.2011

 


 
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