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DVD Rezensionen

INCEPTION

R: Christopher Nolan

D: Leonardi DiCaprio, Tom Hardy,
Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page u.a.

Musik: Hans Zimmer

Verleih: Warner

 

Was passiert wenn man Träume manipulieren kann und sich in ihnen wohler fühlt als im realen Leben, zeigt Christopher Nolans rasant-famoser mind-fuck-Film Inception, einer der besten dieses Genres, das mit Irrungen, Wirrungen, Verwirrungen und Wendungen spielt.

Copp ist einer dieser Traumwandler, der es sich zum Geschäft gemacht hat in die Traumwelt von potenten Geschäftsleuten zu reisen um ihre tiefsten Geheimnisse und Gedanken für Auftraggeber auszuspionieren. Doch Cobb hat selber ein dunkles Geheimnis. Er muss den Verlust seiner Frau überwinden, die nur noch in seinen Träumen existiert und sich mehr und mehr in seinen Aufträgen für Probleme sorgt.

Nicht zuletzt seit seinen wirklich gelungenen Batman-Verfilmungen hat Christopher Nolan bei mir einen grossen Stein im Brett. Keiner hat den schwarzen Rächer und überhaupt einen Comicsuperhelden so faszinierend und ernsthaft umgesetzt wie er. Insomnia und Memento sind ebenso ausgezeichnete Filme, die vom Zuschauer mehr fordern als nur auf die Leinwand zu starren.

Inception gefällt mit seiner durch und durch verwirrenden, anspruchsvollen Story, die keine Minute Aussetzer zulässt, sonst reisst der Faden. Vorteil DVD: Man kann nochmals ein paar Szenen zurückgehen, sind die Gedanken flöten gegangen. Schade nur, dass Nolan es im letzten Drittel derart krachen lässt. Der Film hätte keine solchen Ballereien und Dauerexplosionen nötig gehabt, im Gegenteil, diese Schneeschlacht reisst den Film fast zu sehr aus der Faszination, die Inception ausstrahlt und den Zuschauer vereinnahmt – dafür gibt es mindestens 1 Smilie Abzug.

Wieder einmal weiss DiCaprio in einer erwachsenen Rolle zu gefallen. Ich will mich aber nicht wiederholen, siehe dazu auch das kürzliche Review zu Shutter Island. Auch sein Mitcast ist gelungen besetzt, von Tom Hardy über Joseph Gordon-Levitt und in einer kleineren Rolle mal wieder zusehen: Tom Berenger. Alleine die (erschreckend) spindeldürre Ellen Page bleibt etwas blass.

Und zum Filmschluss kann man nur sagen: So muss es sein!

Meine DVD hatte bedauerlicherweise ein paar kleinere Bildausetzer, laut Warner soll es sich hier aber um einen Einzelfall handeln.


Traum-Musik
Hans Zimmer basiert seine Inception-Fanfare auf dem verlangsamt abgespielten Édith Piaf Chanson „Non, je ne regrette rien“, eine gute Idee, spielt doch das Lied im Film eine wichtige Rolle – und zum Ende des Films wird der Kreis filmmusikalisch geschickt geschlossen. Kudos für diesen Gedanken, der insbesondere von Zimmer stammt, da Nolan das Chanson eigentlich ersetzen wollte, da er eine Rolle mit der La vie en rose Darstellerin Marion Cotillard besetzt hat und eigentlich einen Zusammenhang mit ihrer Piaf Rolle ausschliessen wollte.
Nach eher misslungenen Werke wie Sherlock Holmes und dem Sounddesign (auch Inception hat Teile, die eher Soundcollage als Score sind) von The Dark Knight ein ganz gut gemachter, recht ausgeklügelter Score von Hollywood-Stern-Träger Hans Zimmer. Hier geht es zur CD-Rezi von Basil Böhni.
 
Bewertungen

Film:

Musik im Film:
Extras:
1/2
Technisch: 
 Bild:
 Ton:1/2 

 phb, 14.12.2010

 


 
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