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DVD Rezensionen

SHUTTER ISLAND

R: Martin Scorsese

D: Leonardi Di Caprio, Mark Ruffalo, Ben Kingsley u.a.

Musik: diverse / Robbie Robertson (Music Supervisor)

Verleih: Warner/Concorde



Zwei U.S. Marshalls machen sich Mitte der 50er Jahre per Fähre auf nach Shutter Island, einer hochgesicherten, abgeschirmten Insel, auf der in einer Anstalt gefährliche und verrückte Mörder bis an ihr Lebensende versorgt werden. Teddy Daniels und sein Partner Chuck sollen das mysteriöse Verschwinden einer Patientin aufklären. Doch Teddys mentaler Zustand ist selber nicht der beste, er trauert seiner verstorbenen Frau nach und erlebt auf Shutter Island eine wahre Hölle.

Shutter Island sollte eigentich im Herbst 2009 starten und wurde aus diversen Gründen, u.a. weil man andere Filme ins Oscarrennen schicken wollte, auf das Frühjahr 2010 verschoben. In den USA wie auch bei uns erreichte der Film das beste Einspielergebnis in der bisherigen Filmografie Scorseses.

Der geniale Filmemacher hat hier eine düsteres, bleischweres und verwirrendes Projekt verwirklicht, das von dunklen, in ein kühles Grau-braun gelegten Bildern, hervorragenden Schauspielern, der packend-verzwickten Geschichte und der alptraumhaften Umgebung, der Vermischung aus Realität und Traumbildern lebt.

Mit Di Caprio hat Scorsese zuvor bereits 3x zusammen gearbeitet, seine Darstellung des U.S. Marshalls gehört mit seiner Leistung in The Departed zu den Feinsten des immer besser (weil reifer?) werdenden einstigen Teenieschwarms aus Titanic (mit dem der heutige Di Caprio nichts mehr gemein hat).

Manchmal während des Films hat man das Gefühl Scorsese trage zu dick auf, doch als Gesamtbild und rückblickend sind gewisse Aktionen verständlicher und nachvollziehbar. Überhaupt hält der Film einiges an Überraschungen bereit und verlangt dem Zuschauer doch ein gerüttelt Mass an Konzentration hinsichtlich Geschehnissen und Dialogen ab.

Shutter Island ist nicht der beste Film von Scorsese, aber er gehört in die höhere Liga und im derzeitigen Ausstoss aus Hollywood ist der Film zweifellos eine Ausnahmeerscheinung. Optisch wie auch was seine sauber geplante Eindringlichkeit von Geschehnissen und Akteuren betrifft. Starker Film!

Insel-Musik
Für einmal ist es nicht Howard Shore, der hier in die Tasten gegriffen hat, wenn auch die ersten Klänge und die Ankunft auf der Insel musikalisch durchaus in sein Register zählen könnten. Aber von Shore ist hier nichts zu hören. Die Musik ist ein Amalgam aus klassischer zeitgenössischer Musik von Ingram Marshal, Max Richter, John Adams aber auch Schnipsel von Brian Eno u.a. sind zu hören. Erstaunlicherweise hört sich das im Film in Verbindung mit den Bildern wie eine feste und funktionierende Gesamtheit an, manchmal auch in ein Sounddesign abgleitend.
Es ist dennoch schade, dass Shore hier nicht ran durfte/konnte, denn der Film wäre wie geschaffen für seine düster-atonalen „Spielereien“ und wuchtigen Einwürfe.
Zum Film ist bei Rhino Records eine Doppel-CD erschienen.
 
Bewertungen

Film:

Musik im Film:
Extras:
 -
Technisch: 
 Bild:1/2
 Ton: 

 phb, 16.11.2010

 


 
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