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DVD Rezensionen

TOBRUK 1941

R: Václav Marhoul

D: Jan Meduna, Petr Vanek, Robert Nebrensky u.a.

Musik: Sussan Deyhim und Richard Horowitz


Verleih: Ascot Elite (Schweiz)

 

Nordafrika, 1941. Eine auf der Seite der Alleierten kämpfende, kunterbunt
zusammengewürfelte tschechische Einheit wird unter Britischem Kommando auf ihren Einsatz vorbereitet, der sie schliesslich nach Tobruk führt. Hier graben sich die Tschechen ein um sich den anrückenden Italienern und Deutschen zu stellen. Als die Stellung von der Artillerie der Achsenmächte unter Feuer genommen wird wird, flieht einer der Tschechen in der irrigen Meinung, dass alle seine Kameraden getötet worden sind.

Ein Kriegsfilm über den 2. Weltkrieg aus tschechischer Sicht, das ist doch mal was anderes. So könnte man meinen. Leider ist das, was Regisseur Václav Marhoul da auf den Bildschirm bringt, viel 08/15: Spröde, oberflächliche (und nicht sonderlich gut gespielte) Charaktere in einer vorhersehbaren und klischeehaften Geschichte. Eigentlich schade, denn eine Tschechische Truppe in Nordafrika, das hätte doch durchaus für ein wenig frischen Wind sorgen können. Ansätze dazu sind da, die Ausführung aber misslungen.

Technisch ist das alles hervorragend umgesetzt, auch die Wüstenszenerien sind sehr schön fotografiert, doch die obigen Kritikpunkte wiegen zu schwer. So bleibt zu guter Letzt nicht viel anderes übrig als ein kaum mittelprächtiger, immerhin gut gemachter Kriegsfilm aus Tschechien.

Pluspunkt der DVD ist das hervorragend scharfe, kontrastreiche Bild und die bemerkenswert gefertigten und nicht massig übertriebenen Surroundeffekte.

Eingrab-Musik
Sussan Deyhim und Richard Horowitz sind für die Musik besorgt. Deyhim stammt ursprünglich aus dem Iran und ist mehr als Sängerin, denn als Filmkomponistin tätig (IMdB listet 7 Filme, die mir allesamt unbekannt sind). Horowitz seinerseits hat für Oliver Stone Any Given Sunday komponiert, zweifelsohne sein bekanntester Titel. Mit Deyhim hat er bereits einige Male zusammengearbeitet.
Die Musik ist mir grösstenteils als mit Stimmen und ethnischen Stilmitteln versetzt aufgefallen. Viel Eindruck oder Bleibendes ist allerdings nicht haften geblieben, am ehesten kann man den Score als nicht typisch in Sachen Kriegsfilm und irgendwie eher in Richtung Ethnoteile aus Gladiator und Thin Red Line beschreiben.
 
Bewertungen

Film:

1/2
Musik im Film:
Extras:
Technisch: 
 Bild:
 Ton:1/2 

 phb, 2.10.2010

 


 
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