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DVD Rezensionen

THE WOLFMAN
Extended Director's Cut

R: Joe Johnston

D: Benicio del Toro, Anthony Hopkins, Emily Blunt, u.a.

Musik: Danny Elfman (Original)
+ Conrad Pope, Ed Shearmur u.a.

Verleih: Universal


Nachdem Lawrence Talbot die Nachricht vom Tod seines Bruders überbracht hat, kehrt er nach langer Zeit auf sein elterliches Anwesen in England zurück, das er nach dem Selbstmord seiner Mutter verlassen musste und von seinem Vater in ein Heim gesteckt wurde.
Anscheinend treibt ein Ungeheuer, ein Werwolf wie es in der nahen Dorfschenke heisst, sein Unwesen. Lawrence schliesslich wird von diesem Monster gebissen, durchlebt zum nächsten Vollmond die Verwandlung zum bissigen Heuler bis es schliesslich zum Showdown mit dem ansteckenden Vorgänger kommt.

The Wolfman hat eine wahre Odyssee hinter sich. Da wurden Startdaten noch und noch verschoben, hier wurde geschnipselt, da wurde geändert. Am schlimmsten aber traf es dabei Danny Elfman, dazu weiter unten mehr.

Es ist fast ein Wunder, dass der Film trotz all diesem Hin und Her gelungen ist, ja gar überraschend gut gelungen ist. Klar, das Remake zielt auf ein ganz anderes Publikum ab, da wird geblutet, gemetzelt und gerissen (Gliedmassen und weiteres…), dass es einem wahrlich fast den Atem raubt. Das unterscheidet vor allen Dingen die vorliegende Fassung von der Kinoversion, die ein bisschen weniger blutrünstig ausgefallen sein soll.

Joe (Honey, I Shrunk the Kids, Jurassic Park III) Johnstons The
Wolfman
ist ein ganz schön düsteres Remake, in einer Weise verfilmt, die die Amis ganz global als gothic bezeichnen. Nebst den an sich wirklich gelungenen Effekten (sei es aus dem Computer oder besonders das Make Up betreffend) ist es die geschaffene, brodelnd bedrückende Stimmung und die grösstenteils recht guten Darsteller, die The Wolfman dann doch ein wenig über das Mittelmass herausragen lassen (es war zu befürchten, dass uns hier wieder ein Van Helsing Schmarren vorgesetzt wird, was zum Glück nicht der Fall ist). Allen voran ist es Anthony Hopkins, der als Talbots Vater mit dunklen Geheimnissen wirklich gefällt und Benicio del Toro glatt an die verstaubte Anwesens-Wand spielt – der Part ist Hopkins wirklich auf den Leib geschrieben.

Der hier vorliegende Extended Director’s Cut ist doch um einige Szenen erweitert, so etwa Max von Sydows mysteriöser Auftritt im Zug zu Beginn des Films und die deutlich gestreckte Theaterszene (Lawrence Talbot ist ein gefeierter Schauspieler) in London. Ansonsten wurden vor allem bestehende Szenen ausgedehnt, wie erwähnt vor allem auch mit Blick auf den Gruselfaktor.

Wolfsmusik
Danny Elfmans Musik wie sie auf der CD zu hören ist, ist im Film kaum wiederzuerkennen. Das liegt daran, dass Elfman für die endgültige Fassung nicht mehr zur Verfügung stand oder stehen wollte. So teilen sich im Nachspann, während Elfman weiter im Haupttitel erwähnt wird, diverse Komponisten einen additional music Titel: Edward Shearmur, Conrad Pope, T.J. Lindgren und Peter Rotter. So einiges klingt dabei extrem nach Zimmer-Rhythmus-Orchesterbombast, während Elfmans Original, das
ja wie in der Rezi erwähnt durchaus nach Kilars Bram Stoker’s Dracula klingt, in einigen Momenten zwar durchschimmert, aber nie die Stärke entwickeln kann, die es auf der CD erahnen liess. Für den Film wäre Elfmans Musik im Gegensatz zum nun vorhandenen Mischmasch wahrlich ein grosser Pluspunkt gewesen, das kann man durchaus erahnen.
 
Bewertungen

Film:

Musik im Film:
Extras:
Technisch: 
 Bild:
 Ton: 

 phb, 7.9.2010

 


 
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