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Das Jahr, das war Print
Ein kurzer Rückblick
 
Es ist Jahresrückblickzeit. Also stimmen wir in aller Kürze auch in diesen frohen Reigen mit ein.

Es ist schon fast 1 Jahr her als wir uns entschlossen haben das Film Music Journal aus seinem freiwilligen Dornröschenschlaf zu wecken. Die Truppe alter Filmmusiksenioren entschloss sich kurzer Hand und ohne Zögern gute Zeiten wieder aufleben zu lassen und here we go, wie man so schön sagt. 110 Filmmusik-Rezensionen, fast 50 DVD Besprechungen, Artikel von hüben nach drüben in knapp einem Jahr. Ich glaube uns allen macht das Ganze richtig Spass, hoffentlich kommt das auch beim Leser so rüber. Wenn man sich auch innerlich dagegen sträubt, so ist das virtuelle Feld längst die einzig finanzierbare Möglichkeit geworden, Filmmusik journalistisch zu betreuen. Ich denke, dass es bei uns aber immer so bleibt, als ob The Film Music Journal nur das Medium nicht aber das Inhaltliche gewechselt hat. Darauf legen wir alle viel Wert.

In Sachen Filmmusikveröffentlichungen ging es eigentlich weiter wie die Jahre zuvor. Die 1000er Manie bei den Veröffentlichungen älterer Filmmusiken hielt an, Intrada, Varèse Club Kritzerland und Co. lieferten sich eine wahre Releaseschlacht, während Film Score Monthly mehr oder weniger den (noch) ungetrübten Weg ging, aber auch nicht mehr alles mit einer 3000er Stückzahl bedenken kann. Lalaland hat mit einingen populären Titeln in die Veröffentlichungswelle eingelenkt und dem ein oder anderen unter uns Fans das Loch in der Geldbörse nicht kleiner werden lies.

Fans von Jerry Goldsmith und James Horner kamen 2009 wirklich alles andere als zu kurz und diverse „holy grails“ fanden ihren Weg auf CD: Innerspace, Journey of Natty Gann, Twilight Zone-The Movie, Honey I Shrunk the Kids, Lonely are the Brave um nur einige
zu nennen. Aber auch andere Komponisten freilich wurden bedacht, querbeet vom Golden übers Silver hinein ins Pop Age (nennen wir die 80er doch mal so). Amfitheatrof, Fielding, Jeremiah Johnson, Bernstein Ch., nenne mir einen Namen und ich sage: 2009! Bestseller waren solche Kaliber wie Back to the Future, auch hier wurde Gralsgeschichte geschrieben, der zwar nicht limitiert, aber in einer ersten 3000 Stück Auflage in kürzester Zeit weg war und bereits neu aufgelegt wurde.

Eigentlich, so hat man das Gefühl, kann doch da nicht mehr viel in den Köchern der Labels stecken. Denkste! Alleine die Möglichkeit an expanded und definitive releases scheint fast unbegrenzt und irgendwann in näherer Zukunft werden wir wohl auch eine lange Glory, eine ausführliche First Knight und andere Favoriten, aber auch den ein oder anderen Score, der eigentlich nur was für die steinharten Fans ist, sehen. Studios wie Paramount oder Universal sind geknackt. Und auch Gremlins ist wohl so machbar wie seit der Geffen-LP 1984 nie.

Dann stehen uns eine weitere Box von FSM bevor, eine Neueinspielung von Dimitri Tiomkins The Alamo, Stefan hat von Rustichellis und weiteren Italienern, allerdings in Kleinauflagen, gesprochen. Hach, der liebe Geldbeutel, wurde er doch selten so geschröpft wie 2009 und doch geht es wohl so weiter - wenn sich die 1000er und 1200er Limitierungen auch längst nicht mehr so rasch ausverkaufen wie auch schon.

Was an neuen Scores aber hat uns 2009 gebracht? Hollywood ist nach wie vor im Tal der Tränen was Filmmusik anbelangt, ein leichtes Aufbäumen wurde von einem blitzsauberen Sinkflug gekontert – oder: Star Trek meets Land of the Lost. Alexandre Desplat scheint der für viele Filmmusikfans der Name schlechthin zu bleiben, während sich John Williams eine verdiente Auszeit nahm. James Horner ordnete sich diese für James Cameron an und lieferte Avatar ab. Aus Europa sind Krishna Levy und Philippe Rombi wohl zu nennen, während wir und im deutschsprachigen Raum mit einem weiblichen Papst herumschlagen durften. Ansonsten ist eigentlich auch hier „tote Hose“.

Wie sich die 2009er Scores bei unserer Jury schlagen werden, wird sich in den nächsten Wochen zeigen, wenn der Score of the Year in die Gänge kommt.

Zuletzt gilt ein Dank natürlich allen unseren Lesern. Die Zugriffszahlen auf filmmusicjournal.ch sind absolut toll, wir hätten es uns niemals erträumen lassen und die viele Arbeit und das Haare raufen in den ersten Wochen (Homepages konstruieren ist ein verflixt mühseliges Ding, auch dank diesem Vehikel genannt Internet Explorer!) hat sich für uns jedenfalls wirklich gelohnt.

Alsdann, auf ins 2010!
phb, 1.1.2010
 
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