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DVD Rezensionen

EVEN MONEY
(USA 2006 - Tödlicher Einsatz
)

Regie: Mark Rydell
Darsteller: Tim Roth, Kim Basinger,
Ray Liotta, Forest Whitaker,
Danny DeVito


Musik: Dave Grusin

Verleih: Impuls (Sony)

 


Even Money stammt aus dem Jahr 2006 und fand keinen Weg in unsere Kinos, obwohl die Affiche eigentlich durchaus reizvoll gewesen wäre: Regieveteran Mark Rydell (Cinderella Liberty, On Golden Pond), in den Hauptrollen Forest Whitaker, Kim Basinger, Tim Roth, Ray Liotta und Danny DeVito.

Erzählt werden die Schicksale verschiedener Personen, die irgendwie mehr oder weniger lose miteinander verknüpft sind. Die spielsüchtige Romanautorin Carolyn Carver verprasst die gesamten Familienersparnisse beim Black Jack und den einarmigen Banditen und stellt damit ihren gutmütigen Ehemann vor gewaltige probleme. Nicht viel besser ergeht es Clyde Snow, der immense Wettschulden hat und seinen Bruder Godfrey, der auf dem Sprung zur NBA ist, überredet, bei Basketballspielen die Resultate „anzupassen“. Der Magier Walter tingelt mit seinen Tricks von Tisch zu Tisch und versucht über Victor, einen ruchlosen Gauner, der mit abgekarterten Wetten grosses Geld macht, an dessen Big Boss Ivan heranzukommen um an seine einstigen Glanzzeiten anzuknüpfen.

Rydell verbindet die Einzelschicksale der Protagonisten ohne aber an geschickter geschriebene Filme wie Grand Canyon, Magnolia oder Short Cuts heranzureichen. Even Money ist allerdings auch ein kleinerer, eher unbeabsichtigt oder aber budgetmässig intimer gestalteter Film. Die Schicksale interessieren zwar, was auch an den durchgängig guten Schauspielern liegt (Kim Basinger übrigens sieht immer noch toll aus und hätte eigentlich durchaus das Zeugs zur Charakterdarstellerin), reissen aber nicht vom Hocker. Ebenso wenig der Twist am Ende des Films, der schon ein wenig gesucht und aufgedrängt scheint.

Eve
n Money ist ein durchaus guter, sicher aber nicht unvergesslicher Film. Was mich bei diesem Film aber eigentlich reizte, war zu sehen, was Rydell in seinem fortgeschrittenen Alter (*1934) noch auf die Leinwand zu bringen vermag und was Dave Grusin in einer seiner inzwischen rar gewordenen Filmmusikarbeiten bewerkstelligt.

Grusin hat mit Rydell am schönen On Golden Pond und am Bette Middler Vehikel For the Boys zusammengearbeitet. Im neuen Jahrtausend hat der inzwischen 75 jährige Musiker nur gerade fünf Filmmusiken geschrieben, sein letzter grosser Film war 1999 Sydney Pollacks Random Hearts mit Harrison Ford.

Die Musik zu Even Money ist typisch für Dave Grusin: Ruhig, nie hastig, mit einem hübschen Hauptthema, leichter Jazz, unaufdringlich orchestriert und erst im dramatischen Finale voll aus sich herauskommend. Schade, dass die Musik es nicht auf CD schaffte, auch als Download ist sie nicht zu haben und es ist wohl auch in Zukunft kaum damit zu rechnen. Kommt man aber mal zufällig an den Film, so ist ein Reinschauen und somit Reinhören durchaus empfohlen, so man mit Grusins Musiken etwas anfangen kann.
 
 
Bewertungen

Film:

  
Musik im Film:
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Technisch: 
 Bild:
 Ton:    

 phb, 21.9.2009

 


 
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