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Start DVDs 2016: DVD/bluray komprimiert 31
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DVD Rezensionen

Phils DVD/bluray komprimiert 31/2016


Gerade rechtzeitig zu Halloween schaffte es Staffel 2 von Fear the Walking Dead in den Briefkasten. Nach der eher enttäuschenden ersten Season kämpfen sich die Überlebenden des TWD spin-offs, die es im Finale auf ein Boot geschafft hatten, bis nach Mexiko durch. Season 2, die auf 15 Episoden erweitert wurde (im Gegensatz zu den 6 Teilen der ersten Staffel) beginnt eher verhalten, steigert sich aber nach und nach und kommt in Sachen dramaturgischer Intensität teilweise nahe an die Kultserie heran (deren 7. Staffel in Amiland bereits gestartet ist). Gerade wenn es von den Untoten am wenigsten zu sehen gibt, schaffen es die Macher richtig starke Episoden zu präsentieren. Einerseits erstaunlich, andererseits auch wieder nicht: Wie man Zombies abschlachtet, weiss der geneigte Zuseher inzwischen zur Genüge. Freilich wissen die Leute um die Walking Dead Serien inzwischen wie man die Leute bei der Stange hält und so will auch der Schreibende wissen, wie es in Season 3 weitergeht.


Erscheinungsdatum: 4.11.2016



 

Ein richtiges Leckerli ist Sherlock: The Abomniable Bride, der kurz nach letzter Weihnachten einen Spezialauftritt in wenigen englischen Kinos hatte. Als Übergang von Season 3 zu 4, zwischen denen nun bald 3 Jahre liegen (Staffel 4 startet im Januar 2017 im englischenTV), der beliebten Sherlock Reihe mit Benedikt Cumberbatch (der beste Sherlock Holmes der Neuzeit) und Martin Freeman fanden die beiden derzeit oft anzutreffenden Mimen etwas Zeit um dieses 90 Minuten Special zu drehen. Das Witzige daran: Holmes und Watson finden sich im London des Jahres 1895 wieder und bekommen es in diesem Klassiker nicht nur mit einem weiteren mysteriösen Todesfall zu tun, sondern gleich auch mit Holmes Todfein Professor Moriarty. Wunderbar vergnügliche Sherlock Zwischenlösung, die um Ellen mehr Spass macht als die Hightechversionen mit Robert Downey jr., inkl. kühner Überraschung.


Erscheinungsdatum: 26.3.2016





Mit Our Kind of Traitor schafft es eine weitere John Le Carré Verflimung innerhalb kürzester Zeit (2014: A Most Wanted Man und dieses Jahr The Night Manager ins heimelige Hauskino, denn ansonsten war der Film mit Ewan McGregor als Professer der Philosophie, der ungweollt in eine mehr als brenzlige Situation gerät, nirgend zu sehen, ziemlicher Kinoausfall. Stellan Skarsgard spielt darin ein Mitglied der russischen Mafia, das mit dem englischen Geheimdienst kooperieren will. Damian Lewis gibt den Geheimagenten Hector, der ganz in Le Carrés Tradition nichts auslässt um an sein Ziel zu gelangen. Skarsgard als Dima schlittert mit seiner Vorstellung in das Klischee des typisch russischen, grobschlächtigen Kriminellen. Eh hat man das Gefühl, Regisseurin Susanna White schafft es nicht die diversen Handlungsstränge und Charaktere in einen interessanten Film zu packen. So bricht der Film in der Hälfte richtiggehend auseinander und wir hangeln uns knapp und irgendwie bis zum Ende durch - langweilig umschreibt es am besten. Auch Marcelo Zavros' Musik hält uns nicht bei Laune, immerhin bekommt der Schweizer einige nette Bilder seiner Hauptstadt Bern serviert.


Erscheinungsdatum: 3.11.2016





Nach dem mühsamen Kinobetrieb von Cloud Atlas, der aber spätestens mit dem Release auf DVD/bluray zu einem Kultfilm wurde, hat es Tom Tykwer geschafft Tom Hanks nochmals für eines seiner Projekte zu begeistern. In Hologram for the King soll Hanks einem saudischen König ein neuartiges Telefonkonferenzsystem verkaufen, das die Teilnehmer als lebensechte Hologramme zeigt. Das gerät allerdings schwieriger als gedacht, von einem kaum vorhandenen Internetsystem mitten in der Wüste, über eine ablehnende Empfangsdame bishin zu einem erzählfreudigen Chauffer mit Eheproblemen. Tom Tykwers neuer Film zeigt sich als kleine, stille und amüsante Komödie mit einigen herrlich witzigen Gags, der durchaus mehr hält als er eigentlich verspricht. Okay, die zuckrigsüsse Liebesgeschichte hätte weglassen werden können.
Das Hologram für den König bombte am Boxoffice komplett und so muss Tykwer sein nächstes Vorhaben für das Fernsehen produzieren.


Erscheinungsdatum: 19.10.2016




Show Me a Hero ist eine sechsteilige Miniseries von HBO, die auf tatsächlichen Ereignissen beruht. Unspektakulär und ruhig erzählt Paul Haggis (L.A. Crash) von einem jungen Bürgermeister, der sich Ender der 80er Jahre politischen und juristischen Machtspielen in der Stadt Yonkers (nahe New York) ausgesetzt sieht und schliesslich daran zu zerbrechen droht. Oscar Isaacs (X-Wing Pilot Poe aus Star Wars: The Force Awakens) als Mayor Nick Wasicsko, Alfred Molina, Wynona Ryder und Bob Balaban spielen in diesem Fernsehmeisterwerk, das von einer bedächtigen, aber nie den Faden verlierenden Erzählweise profitiert und realistisch wiedergibt, wie sich Bevölkerung, Stadtführung und Juristen gegenseitig auf die Füsse treten nd sich unerbittlich bekämpfen, wenn jeder zuerst nur an sich selber und seine Machtgelüste denkt. Sehr empfohlen!


Erscheinungsdatum: 9.3.2016





Secret in their Eyes ist das amerikanische Remake des 2010 mit dem Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film ausgezeichneten El secreto de sus ojos. Die Tochter einer für die Staatsanwaltschaft tätigen Beamtin wird ermordet aufgefunden, doch der Mörder kommt davon. 13 Jahre später taucht der damals ermittelnde Polizist wieder in seinem alten Department auf und ist der Meinung endlich die ganz heisse Spur, die zum Täter führt, gefunden zu haben.
Anders als die meisten mehr oder weniger freien Remakes nicht-amerikanischer Filmen, ist Secret in their Eyes grösstenteils wirklich gelungen ausgefallen. Auch weiss die Besetzung mit Julia Roberts, Chiwetel Ejiofor und Nicole Kidman zu gefallen, einzig Joe Cole (Green Room) in der Rolle des Bösewichts passt nicht so ganz ins Paket – und gerade damit steht und fällt eben ein Film. Secret in their eyes hält das aber erstaunlich gut aus. Dennoch würde ich, so man sich die Auswahl vorgeben möchte, das bessere Original aus Argentinien empfehlen. Musikalisch, und das ist sicherlich spannend, durfte hier Emilio Kauderer tätig sein, der - allerdings im Duett mit Federico Jusid – bereits die Musik zu El secreto de sus ojos schrieb. Interessant deshalb, weil sich die Musiken komplett unterscheiden. Beide sind ein Reinhören wert, jede wird von einer anders fabrizierten Stimmung geprägt.

1/2
Erscheinungsdatum: 20.10.2016




Wer hat nicht darauf gewartet: Kevin Costner mit langen Haaren in einer Gefängniszelle, à la Sean Connery in The Rock? Spätestens bei dieser Szene kommt die ganz kurz formulierte Frage „hä?“ auf, die während den nächsten 100 Minuten nie mehr ganz verschwinden wird. Costner werden die Erinnerungen eines CIA-Agenten übertragen, die Weltsicherheit steht auf dem Spiel (ja, hä?). Wäre Criminal ein Science Fiction Thriller, okay, man könnte mit manchem leben. Aber als ernstgemeinter Thriller ist das Geschehen nicht einfach zu verdauen. Dazu kommt ein wirklich schwacher Costner und zwei Nebendarsteller, vom Format eines Gary Oldmans und Tommy Lee Jones, die sich sichtlich unwohl fühlen in diesem abstrusen Storygewurschtel mit teils nervigen Ideen. Ein Film der Sparte sehen und abhacken! Erwähnenswert ausgefallen ist der Synthesizerscore von Brian Tyler und Keith Powers, die sich hauptsächlich analoger Sounds bedienen.

Erscheinungsdatum: 30.9.2016

 

 
phb
, 28.11.2016

 


 
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