Filmmusik-Oscars: Hätte, wenn & aber 2010 – 2019

von Andi Süess und Philippe Blumenthal

Es hat etwas gedauert zum letzten Teil der „Filmmusik-Oscar“ Skandale und Skandälchen. Was lange währt, wird aber auch bei uns endlich gut.

Eine ganz schwierige Angelegenheit war dieses Jahrzehnt. Die Auswahl an formidablen Filmmusiken nahm weiter ab und die dubiosen Entscheidungen der Academy-Mitglieder zu. Anders sind einige Vergaben des berühmten Goldmännchens kaum zu erklären. Andi und ich können jedenfalls mit Ausnahme eines Jahres nicht dahinter stehen, was die Oscarprominenz zwoschen 2010 und 2019 alles vergab. Einige neue Namen finden sich in diesem Jahrzehnt ein, nicht nur bei den Nominierten, sondern auch in unseren Aufzählungen und unseren Picks. Spanien erobert, zumindest ein wenig, Hollywood. Desplat hat die Zeit seines Lebens. Morricone gewinnt endlich einen Oscar und nebst ihm gibt es nur noch einen ganz grossen Namen, der immer mal wieder auf den Listen erscheint: John Williams.
Wir werden sehen was das neue Jahrzehnt beginnt, das bekannterweise mit einer Corona bedingten Verschiebung der Verleihungen startet. Durchaus auch ein Novum.

2010

Winner:
THE SOCIAL NETWORK (Trent Reznor & Atticus Ross)

Nominees:
127 HOURS (A.R. Rahman)
HOW TO TRAIN A DRAGON (John Powell)
INCEPTION (Hans Zimmer)
THE KING’S SPEECH (Alexandre Desplat)

Bummer… wie der Ami zu sagen pflegt. THE SOCIAL NETWORK gewinnt den Filmmusik-Oscar? Nicht erst hier begannen selbst hartgesottene Fans langsam, aber doch sicher daran zu zweifeln, ob der Academy Award wirklich der richtige Preis für die beste Filmmusik ist?

Wir haben uns Kund getan und einiges gefunden, das mindestens die Zwei grosse Vergessene waren TRUE GRIT (Carter Burwell) und Elfman mit ALICE IN WONDERLAND, THE NEXT THREE DAYS und THE WOLFMAN.
Dazu vielleicht LEGION (John Frizzell), EDGE OF DARKNESS (Howard Shore), THE GHOST WRITER (Alexandre Desplat), THE PERFECT GAME (Bill Conti), OCEANS (Bruno Coulais), PREDATORS (John Debney), SHREK FOREVER AFTER (John Powell), AGORA (Dario Marianelli), SPLICE (Cyrill Aufort), THE A-TEAM (Alan Silvestri), THE KARATE KID (James Horner), COCO CHANEL & IGOR STRAVINSKY (Gabriel Yared), THE LAST AIRBENDER (James Newton Howard), EAT PRAY LOVE (Dario Marianelli), CENTURION (Ilan Eshkeri), NORWEGIAN WOOD (Johnny Greenwood), LET ME IN (Michael Giacchino), MORNING GLORY und THE CHRONICLES OF NARNIA: THE VOYAGE OF THE TRADER (David Arnold), HARRY POTTER & THE DEATHLY HALLOWS-Part 1 (Alexandre Desplat), BLACK SWAN (Clint Mansell), THE TEMPEST (Elliot Goldenthal), TRON LEGACY (Daft Punk), LA PRINCESS DU MONTPENSIER (Philippe Sarde), AMALIÀ (Nuno Màlo) THE LIGHTKEEPERS (Pinar Toprak).

Hätte gewinnen müssen:Hätte wenigstens nominiert sein müssen:

2011

Winner:
THE ARTIST (Ludovic Bource)

Nominees:
THE ADVENTURES OF TINTIN (John Williams)
HUGO (Howard Shore)
TINKER TAILOR SOLDIER SPY (Alberto Iglesias)
WAR HORSE (John Williams)

Inzwischen fehlen uns bei solchen Vergaben fast die Worte. Fast tut es einem leid für einen Komponisten, der zum ersten Mal ins Schweinwerferlicht tritt, einen Oscar abholt und danach wieder aus den Augen und Ohren verschwindet (Bource). Der doppelte Williams stach nicht und auch Mitfavorit Howard Shore ging dieses Mal leer aus.

THE IRON LADY, THE TREE OF LIFE, THE IDES OF MARCH (Alexandre Desplat), MY WEEK WITH MARYLIN (Alexandre Desplat, Conrad Pope), JANE EYRE, SALMON FISHING IN THE YEMEN (Dario Marianelli), THOR, RISE OF THE PLANET OF THE APES (Patrick Doyle), WATER FOR ELEPHANTS, LARRY CROWNE (James Newton Howard), WE NEED TO TALK ABOUT KEVIN (Johnny Greenwood), THE RUM DIARY (Christopher Young), DRIVE (Cliff Martinez), SUPER 8 (Michael Giacchino), CAPTAIN AMERICA: FIRST AVENGER (Alan Silvestri), A DANGEROUS METHOD (Howard Shore), REAL STEEL (Danny Elfman), THE THING (Marco Beltrami), THE MUPPETS (Christophe Beck), BLACK GOLD (James Horner), LE MOINE (Alberto Iglesias), THE GREATEST MIRACLE (Mark McKenzie), SOUL SURFER (Marco Beltrami), THE AWAKENING (Daniel Pemberton), THE FLOWERS OF WAR (Qigang Chen)

Hätte gewinnen müssen:Hätte wenigstens nominiert sein müssen:

2012

Winner:
LIFE OF PI (Mychael Danna)

Nominees:
ANNA KARENINA (Dario Marianelli)
ARGO (Alexandre Desplat)
LINCOLN (John Williams)
SKYFALL (Thomas Newman)

Der Sieger stand eigentlich vorher schon fest, so sehr man Mychael Danna den Oscar gönnen mag. Schade für John Williams, dem man einen «Altersoscar» gerne gegönnt hätte und sein LINCOLN war von den fünf Nominierten vielleicht der mit dem bis heute meisten Nachhall. Manch ein Fan hätte sich eine Nominierung für Shores THE HOBBIT gewünscht, auch Desplats ZERO DARK THIRTY wäre ein Kandidat gewesen, definitiv aber Johnny Greenwoods grossartiger THE MASTER – auch Danny Elfmans tolles Jahr blieb unbelohnt.

THE AVENGERS, FLIGHT (Alan Silvestri), THE HOBBIT: AN UNEXPECTED JOURNEY (Howard Shore), THE AMAZING SPIDER-MAN (James Horner), THE HUNGER GAMES (James Newton Howard), ZERO DARK THIRTY (Alexandre Desplat), THE MASTER (Johnny Greenwood), BRAVE (Patrick Doyle), RED TAILS (Terence Blanchard), JOHN CARTER (Michael Giacchino), WRATH OF THE TITANS (Javier Navarrete), HITCHCOCK, DARK SHADOWS, FRANKENWEENIE (Danny Elfman), PROMETHEUS (Marc Streitenfeld, Harry Gregson-Williams), LES ADIEUX À LA REINE (Bruno Coulais), THE DARK KNIGHT RISES (Hans Zimmer), THE IMPOSSIBLE (Fernando Velàzques), DANS LA MAISON (Philippe Rombi), SINISTER (Christopher Young).

Hätte gewinnen müssen:Hätte wenigstens nominiert sein müssen:

2013

Winner:
GRAVITY (Steven Price)

Nominees:
THE BOOK THIEF (John Williams)
HER (Will Butler & Owen Pallett
PHILOMENA (Alexandre Desplat)
SAVING MR. BANKS (Thomas Newman)

Gut, seien wir ehrlich, selbst mit Williams’ THE BOOK THIEF: 2013 war kein wirklich grosses Filmmusik-Oscar-Jahr. Und wer waren nochmals Will Butler und Owen Pallett? Doch an das kleine Namenskarussell mussten wir uns in den 2010ern eh gewöhnen.

THE HOBBIT: THE DESOLATION OF SMAUG (Howard Shore), MAN OF STEEL, 12 YEARS AS A SLAVE (Hans Zimmer), AMERICAN HUSTLE, OZ THE GREAT AND POWERFUL (Danny Elfman), FROZEN (Christophe Beck), MAMA (Fernando Velàzques), ROMEO AND JULIET (Abel Korzeniowski), GRAND PIANO (Victor Reyes), LA MIGLIO OFFERTA (Ennio Morricone), STAR TREK: INTO DARKNESS (Michael Giacchino), EPIC (Danny Elfman), JACK THE GIANT SLAYER (John Ottman), LOS AMANTES PASAJEROS (Alberto Iglesias), BYZANTIUM (Javier Navarrette), WORLD WAR Z (Marco Beltrami), JIMMY P. (Howard Shore), KAGUYA-HIME NO MONOGATARI (Joe Hisaishi), KILLING SEASON (Christopher Young).

Hätte gewinnen müssen:Hätte wenigstens nominiert sein müssen:

2014

Winner:
THE GRAND BUDAPEST HOTEL (Alexandre Desplat)

Nominees:
THE IMITATION GAME (Alexandre Desplat)
INTERSTELLAR (Hans Zimmer)
MR. TURNER (Gary Yershon)
THE THEORY OF EVERYTHING (Jóhann Jóhannsson)

It’s Desplat time! Blöd wenn der vielleicht «schlechtere» der beiden nominierten Scores gewinnt oder der andere (MONUMENTS MEN) es nicht einmal geschafft hat und ganz besondere Musiken wie MALEFICENT oder THE HOMESMAN vergessen gehen. Aber für ein fleissiges Jahr (es gab da noch GODZILLA oder UNBROKEN) darf man schon mal ausgezeichnet werden.

Wir hätten da noch:
MALEFICENT, NIGHTCRAWLER (James Newton Howard), THE MONKEY KING (Christopher Young), THE MONUMENTS MEN (Alexandre Desplat), A MILLION WAYS TO DIE IN THE WEST (Joel McNeely), INHERENT VICE (Johnny Greenwood), NO GOD NO MASTER (Nuno Màlo), AUTÓMATA (Zavarías M. de la Riva), THE HOBBIT: THE BATTLE OF THE FIVE ARMIES (Howard Shore), THE LIBERATOR (Gustavo Dudamel), DAWN OF THE PLANET OF THE APES (Michael Giacchino), HOW TO TRAIN YOUR DRAGON 2 (John Powell), EDGE OF TOMORROW (Christophe Beck), SEVENTH SON (Marco Beltrami).

Hätte gewinnen müssen:Hätte wenigstens nominiert sein müssen:

2015

Winner:
THE HATEFUL EIGHT (Ennio Morricone)

Nominees:
BRIDGE OF SPIES (Thomas Newman)
CAROL (Carter Burwell)
SICARIO (Jóhann Jóhannsson)
STAR WARS: THE FORCE AWAKENS (John Williams)

Wow, was für eine Auswahl. Die Mitglieder der Academy können es also doch. Und Ennio Morricone holt endlich, endlich einen Oscar in einem Jahr, in dem jeder der fünf Nominierten es verdient gehabt hätte. Aber seien wir ehrlich, wer hat es dem grossen Italiener nicht gegönnt?

Selbst in diesem schönen, dem vielleicht besten Filmmusikjahr des Jahrzehnts,  haben wir noch ein paar nominationswürdige Scores gefunden – ein grosser Abwesender war Giacchino mit einer Handvoll toller Musiken:
CINDERELLA (Patrick Doyle), JUPITER ASCENDING, INSIDE OUT, JURASSIC WORLD, TOMORROWLAND (Michael Giacchino), LE DERNIER LOUP, THE 33, SOUTHPAW (James Horner), FAR FROM THE MADDING CROWD (Craig Armstrong), THE LADY IN THE VAN (George Fenton), LA RANÇON DE LA GLOIRE (Michel Legrand), THE MAN FROM U.N.C.L.E., STEVE JOBS (Daniel Pemberton), THE REVENANT (Ryuichi Sakamoto a.o.), CRIMSON PEAK (Fernando Velázques), EN MAI FAIT CE QU’IL PLAÎT (Ennio Morricone), GOOSEBUMPS (Danny Elfman), PIRATE’S PASSAGE (Andrew Lockington), THE MARTIAN (Harry Gregson-Williams), SPOTLIGHT (Howard Shore), THE BIG SHORT (Nicholas Britell), SLOW WEST (Jed Kurzel), EVEREST (Dario Marianelli), MR. HOLMES (Carter Burwell), SUFFRAGETTE, THE DANISH GIRL (Alexandre Desplat), THE GOOD DINOSAUR (Michael & Jeff Danna), IN THE HART OF THE SEA (Roque Baños).

Hätte gewinnen müssen:Hätte wenigstens nominiert sein müssen:

2016

Winner:
LA LA LAND (Justin Hurwitz)

Nominees:
JACKIE (Mica Levi)
LION (Hauscka & Dustin O’Halloran)
MOONLIGHT (Nicholas Britell)
PASSENGERS (Thomas Newman)

Natürlich, LA LA LAND… wer sonst? Hat ja schliesslich einen Haufen Songs und getanzt wird auch noch. Eine sichere Wette. Fast noch befremdlicher ist die Nominierung von Thomas Newmans allerhöchstens durchschnittlicher PASSENGER. Wieder kein Giacchino in einem weiteren tollen Jahr des Amerikaners? Wir sind uns ja Kummer gewohnt. 

Das wären sie gewesen, die vielen, die es durchaus auch verdient gehabt hätten:
ARRIVAL (Jóhann Jóhannsson), FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM (James Newton Howard), NOCTURNAL ANIMALS (Abel Korzeniowski), LA TORTUE ROUGE (Laurent Perez Del Mar), HIGH-RISE (Clint Mansell), SWISS ARMY MAN (Andy Hull & Robert McDowell), THE MONKEY KING 2 (Christopher Young), THE MAGNIFICENT SEVEN (James Horner & Simon Franglen), DOCTOR STRANGE, ZOOTOPIA, STAR WARS: ROGUE ONE (Michael Giacchino), SECRET LIFE OF PETS, LIGHT BETWEEN THE OCEANS, L’ODYSSÉE (Alexandre Desplat), A MONSTER CALLS (Fernando Velázques), THE BFG (John Williams), JUST À LA FIN DU MONDE (Gabriel Yared), ALLIED (Alan Silvestri), LA REINA DE ESPAÑA (Zbigniew Preisner), THE JUNGLE BOOK (John Debney), THE GIRL ON A TRAIN (Danny Elfman), LA CORRISPONDENZA (Ennio Morricone), GODS OF EGYPT (Marco Beltrami).

Hätte gewinnen müssen:Hätte wenigstens nominiert sein müssen:

2017

Winner:
THE SHAPE OF WATER (Alexandre Desplat)

Nominees:
DUNKIRK (Hans Zimmer)
PHANTOM THREAD (Johnny Greenwood)
STAR WARS: THE LAST JEDI (John Williams)
THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING (CARTER BURWELL)

Augen zu und durch! Wirklich, SHAPE OF WATER? Der Franzose hat locker 25, 30 bessere Filmmusiken geschrieben als den Score zu Guillermo del Toros Film, dessen Musikalität eigentlich nur vom Bezug zu einem Lied lebt.

Schauen wir uns an, was es sonst noch im 2017 zu nominieren gegeben hätte (und einige davon wären sogar Oscarwürdig gewesen):
WAR OF THE PLANET OF THE APES, SPIDER-MAN: HOMECOMING, THE BOOK OF HENRY, COCO (Michael Giacchino), VALERIAN AND THE CITY OF A THOUSAND PLANETS, SUBURBICON, D’APRÈS UNE HISTOIRE VRAI (Alexandre Desplat, ähm, ja…), A CURE FOR WELLNESS, IT, ANNABELLE: CREATION (Benjamin Wallfisch), THE POST (John Williams), DARKEST HOUR (Dario Marianelli), THE SNOWMAN (Marco Beltrami), FERDINAND (John Powell), LOVING VINCENT (Clint Mansell), THE DEATH OF STALIN (Christopher Willis), ALL THE MONEY IN THE WORLD (Daniel Pemberton), PASSAGE TO DAWN (Diego Navarro), REBEL IN THE RYE (Bear McCreary), JANE (Philip Glass), UN SAC DES BILLES (Armand Amar), BLADE RUNNER 2049 (Hans Zimmer, Benjamin Wallfisch), JUSTICE LEAGUE (Danny Elfman), ALIEN: COVENANT (Jed Kurzel), MARROWBONE (Fernando Velázques), LADY BIRD (Jon Brion), LOGAN (Marco Beltrami), THE PROMISE (Gabriel Yared), GOODBYE CHRISTOPHER ROBIN (Carter Burwell), RAW (Jim Williams), THE ZOOKEEPER’S WIFE (Harry Gregson-Williams), THE MAN WHO INVENTED CHRISTMAS (Mychael Danna).

Hätte gewinnen müssen:Hätte wenigstens nominiert sein müssen:

2018

Winner:
BLACK PANTHER (Ludwig Göransson)

Nominees:
BLACKkKLANSMAN (Terence Blanchard)
IF BEALE STREET COULD TALK (Nicholas Britell)
ISLE OF DOGS (Alexandre Desplat)
MARY POPPINS RETURNS (Marc Shaiman)

Britells famoser IF BEAL STREET COULD TALK «verliert» gegen Göranssons BLACK PANTHER Superheldenbrei? Sowas gibt’s nur at the Oscars, wetten? Aber das schlimme am Ganzen ist eigentlich, die Menge an guten Scores, die wir jetzt aufführen:

THE NUTCRACKER AND THE FOUR REALMS, RED SPARROW, FANTASTIC BEASTS: THE CRIMES OF GRINDELWALD (James Newton Howard – mit einem tollen Jahr), THE MAN WHO KILLED DON QUIXOTE (Roque Baños – wie kann man den übersehen?), WELCOME TO MARWEN (Alan Silvestri), BALLAD OF BUSTER SCRUGGS (CARTER BURWELL – noch so ein Kandidat!), KING OF THIEFS (Benjamin Wallfisch),YULI (Alberto Iglesias), THE CLOVERFIELD PARADOX, GOD OF WAR (Bear McCreary), SOLO: A STAR WARS STORY (John Powell), MAX ANDME (Mark McKenzie), BAD TIMES AT THE EL ROYALE, JURASSIC WORLD: FALLEN KINGDOM (Michael Giacchino – ja die neuen JP Filme sind kaum zu erdulden, aber diese Scores!!!), WATERSHIP DOWN (Federico Jusid), THE MERCY, MARY MAGDALENE (Jóhann Jóhannsson), VIOLET EVERGARDEN (Evan Call), A QUIET PLACE, FREE SOLO (Marco Beltrami – wieder ein übersehener Score des Komponisten), READY PLAYER ONE (Alan Silvestri – der anstelle von BLACK PANTHER? Jawohl), FIRST MAN (Justin Hurwitz – er kann’s! Und das ganz ohne Singsang), YOU WERE NEVER REALLY HERE (Johnny Greenwood), DURANTE LA TORMENTA, LAS LEYES DE LA TERMODINAMICA (Fernando Velázques), THE NUN (Abel Korzenjowski), VICE (Nicholas Britell), THE SISTERS BROTHERS, OPERATION FINALE (Alexandre Desplat), THE OLD MAN AND THE GUN (Daniel Hart), SICARIO: DAY OF THE SOLDADO (Hildur Gudnadóttir), PREDATOR (Henry Jackman), THE GIRL IN THE SPIDER’S WEB (Roque Baños), MARY QUEEN OF SCOTS (Max Richter), CRAZY RICH ASIANS (Brian Tyler), THE GRINCH (Danny Elfman), MORTAL ENGINES (Tom Holkenborg).

Hätte gewinnen müssen:Hätte wenigstens nominiert sein müssen:


2019

Winner:
JOKER (Hildur Gudnadóttir)

Nominees:
1917 (Thomas Newman)
LITTLE WOMEN (Alexandre Desplat)
MARRIAGE STORY (Randy Newman)
STAR WARS: THE RISE OF SKWALKER (John Williams)

Keine Überraschung, die Isländerin räumte an fast allen Preisverleihungen ab mit JOKER. Ob sie das auch an weitere Blockbuster führen wird, bleibt offen. Nicht immer konnten gerade in den 2000er Jahren die Oscargewinner danach durchstarten. Eine Überraschung war sicherlich Randy Newmans Nomination, hier hätte man eher A HIDDEN LIFE erwarten können.

Auch diese Musiken hätten es auf die Nominierungsliste schaffen können:
AVENGERS: ENDGAME (Alan Silvestri), RED JOAN (George Fenton), 70 BIN LADENS, THE ACCORDIONIST’S SON (Fernando Vélazques), GRETA (Javier Navarrete), THE HIGHWAYMEN, TOLKIEN (beide nicht wirklich schlechter als 1917, Thomas Newman), DUMBO (Danny Elfman), SHAZAM! (Benjamin Wallfisch), der grossartige THE PROFESSOR AND THE MADMAN, GODZILLA: GODS AND MONSTERS (Bear McCreary), THE MAN WHO KILLED HITLER AND THEN THE BIGFOOT (Joe Kraemer), PARADISE WAR (Gabriel Yared), CHILDREN OF THE SAE (Joe Hisaishi), THE IRISHMAN (Robbie Robertson), FORD V FERRARI (Marco Beltrami, Buck Sanders), DOWNTON ABBEY (John Lunn), JUDY (Gabriel Yared), THE AERONAUTS (Steve Price), A HIDDEN LIFE (James Newton Howard), ZWINGLI (Diego, Lionel & Nora Baldenweg), STAN & OLLIE (Rolfe Kent), ALL IS TRUE (Patrick Doyle).

Hätte gewinnen müssen:Hätte wenigstens nominiert sein müssen:

3.8.2020

Hätte, wenn und aber… 1950 – 1959
Hätte, wenn und aber… 1960 – 1969
Hätte, wenn und aber… 1970 – 1979
Hätte, wenn und aber… 1980 – 1989
Hätte, wenn und aber… 1990 – 1999
Hätte, wenn und aber… 2000 – 2009