After Earth

James Newton Howard

Sony Masterworks

57:23 Min.
28 Tracks

Man kann von der Paarung (Will) Smith/(Jaden) Smith halten was man will, wenn James Newton Howard mit M. Night Shymalan arbeitet, steigt die Neugierde! Immerhin gehören seine Scores zu Signs, The Village oder Lady in the Waterzu den gefälligsten, die Howard im neuen Jahrtausend geschrieben hat. Die Musik zum Science Fiction Abenteuer After Earth jedoch hat im Internet eher für negative Meinungsäusserungen gesorgt. Das liegt wohl nicht nur daran, dass Howard grosse Teile seines Scores mit düsteren, recht atonalen Klanggebilden aus Orchester, Synthies und exotischer Perkussion durchsetzt, sondern dass M. Night Shyamalan spätestens seit The Happening wenig Kredit bei den Fans hat. Das exotisxche Flair – wieso Howard es genau einsetzt, wäre wohl erst durch einen Filmbesuch aufzulösen – erreicht Howard mit Flöten (Shakuhachi ähnliche Klänge) und Cymbalen.

Es finden sich aber auch sanftere Momente wie in „Safety in the Hog Hole“, wenn Howard etwas Platz für eine Klaviermelodie schafft (auch hier verlässt er nie ganz die bedrückend pessimistische Atmosphäre), noch ein bisschen mehr davon gönnt er dem Hauptthema in „The Tail“. Sicher, Tracks wie „Dad, Are You There“ sind nicht einfach anzuhören, so man nicht eine gewisse Affinität zum Experimentelleren, ja teilweise Atonalen hegt (kein Vergleich aber mit dem sound design der Batman Scores). Hätte Howard konsequent diesen Weg beschritten anstatt teilweise bekannt-populär „drivende“ Action- und Vorwärtsmusik einfliessen zu lassen, es hätte durchaus ein beeidnruckendes Werk entstehen können, selbst mit der Einbindung so majestätischer Tracks wie „Leech“. Besonders kraftvoll und dramatisch ist „Ghosting“ mit seinem vollen Orchestereinsatz, begleitet von kräftigen Einsätzen der Perkussion. In „I Wanna Work with Mum“ und „After Earth“ findet die Musik zum unvermeidlich optimistischen Abschluss, auch hier verlässt Howard die zuvor beschrittenen düsteren Pfade. Schade eigentlich.

So hinterlässt After Earth zu guter Letzt gemischte, aber doch deutlich angenehmere Gefühle als es zuletzt Musiken wie The Bourne Legacy, Snow White and the Huntsman (oh mein Gott!) erzeugen konnten. Einige Passagen sind wirklich stark und dürften insbesondere die „Düsterfreunde“ unter uns freuen. Immerhin bleibt James Newton Howard in der Spur: Für M. Night Shyamalan darf es immer ein bisschen „mehr“ sein!

Phil, 14.6.2013

 

 

 

 

 

 

 

 

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