10 speziellere Anspieltipps zu Halloween

von Phil und Andi

Bald ist Halloween und unsere Freunde in den USA und Teilen Europas feiern diesen Tag nicht nur mit Tricks sondern auch mit Treats. Da wollen wir doch nicht so ein und ein bisschen mitmischeln. Aber anstatt den üblichen Weg zu gehen, also die augenfälligsten Titel zu wählen, die in so manchen Top Horror und Halloween Listen kursieren, haben wir uns ein paar weniger bekannte, aber durchaus passende Schaudermusiken zu Halloween ausgesucht um den Gehörgang kräftig zum Gruseln zu bringen, hier unsere „ungewöhnlichen“ Halloween Filmmusik Anspieltipps:

 

NIGHTBREED
Danny Elfman

Üblicherweise: NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS

Anstelle des wundervollen Halloween-Grusicals einfach mal die Scheibe zu Clive Bakers NIGHTBREED in den Player und Danny Elfman mit einem für ihn wahrlich unüblichen, jedoch kraftvollen Horrorscores „lauschen“.

 

MIMIC
Marco Beltrami

Üblicherweise: SCREAM

Ein Jahr nach Wes Cravens Hit SCREAM ist Beltrami mit seiner Musik zu Guillermo Del Toros MIMIC erst richtig auf dem Radar so manchen Filmmusikhörers erschienen, die Mischung aus Grusel und lyrischen Momenten macht’s.

 

THE RELIC
John Debney

Üblicherweise: HOCUS POCUS

Tour deforce Musik für einen mittelmässigen Peter Hyams Film (nie, nie hätte man das Monster zeigen sollen, nie!) von John Debney, packend und deftig, wenn auch nicht unbedingt originell.

 

THE FLY II
Christopher Young

Üblicherweise: HELLRAISER

Klar, Youngs Klassiker ist HELLRAISER. Aber wie wäre es denn mit dieser starken Young Komposition zum Sequel von David Cronenbergs Remake, die der damals knapp 30 Jährige in einer Zeit schrieb, in der er sich einen Namen als der neue Mann des Genres verdiente?

 

IT’S ALIVE
Bernard Herrmann

Üblicherweise: PSYCHO

Was auch immer Herrmann dazu bewegte diesen abstursen Film zu vertonen, bewegend ist die Tatsache, dass der charismatische Altmeister nicht die Streicherwaffen aus PSYCHO zückte, nein, hier gibt es keine Streichersektion („nur“ eine Viola d’amore), dafür Bläser und einen Moog.

 

THE REINCARNATION OF PETER PROUD
Jerry Goldsmith

Üblicherweise: THE OMEN

Halloween ohne Jerry Goldsmith? Geht nicht. Aber anstatt die offensichtlichsten wie THE OMEN, ALIEN oder POLTERGEIST, nehmen wir für einmal dieses völlig verstörende Elektronikexperiment, mit dem man ungebetene Gäste rasch aus der Wohnung bringt, aus dem Regal?

 

DEAD RINGERS
Howard Shore

Üblicherweise: THE SILENCE OF THE LAMBS

Nach einem idyllischen Einstieg nimmt Shore uns schrittweise mit in immer tiefere Abgründe der menschlichen Seele und sucht die Wirkung nicht im Übertriebenen. Streicher und Holzbläser verrichten das Hauptwerk. Die Rückkehr des friedlichen Hauptthemas sorgt für einen versöhnlichen Abschluss.

 

ABOMINABLE
Lalo Schifrin

Üblicherweise: THE AMITYVILLE HORROR

Für diesen von seinem Sohn Ryan gedrehte Streifen schrieb Lalo Schifrin einen seiner bislang letzten Scores. Atmosphärische Creature-Feature-Musik ohne allzu griffige Themen, aber mit ein paar Schifrin-Markenzeichen und der ein oder anderen Klassik-Anleihe.

 

FEAR
Henry Mancini

Üblicherweise: WAIT UNTIL DARK

Das nach wie vor sehr effektive, verstimmte Klavier aus WAIT UNTIL DARK kehrt in diesem Spätwerk Mancinis zurück. Die Musik zum nicht sehr bekannten, psychologische Katz- und Mausspiel ist ‒ teilweise mit Hilfe zeitgemässer Elektronik ‒ generell recht dunkel. Sie wird zwar mit Rummelplatzmusik aufgelockert, aber auch die kann schon mal Gänsehaut erzeugen.

 

SAINT ANGE
Joseph LoDuca

Üblicherweise: THE EVIL DEAD

Betörendes Hauptthema, Knabensopran, Chöre, Wehmut durch Klavier, Streicher, Holzbläser, Spieldose, Unbehagen, gelegentliche Kakophonie. LoDuca kennt sie alle, die Tricks aus der musikalischen Horror-Wunderkiste und versteht sie, obwohl Dutzendware, durchaus überzeugend an den Mann zu bringen.

 

29.10.2017, Phil & Andi

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